Musk vs. Altman
Allgemein

Warum ist Elon Musk gegen OpenAI?

Mario Nawfal, ein libanesisch-australischer Unternehmer und Blogger kommentierte auf X, warum Elon Musk gegen OpenAI auftritt.

Ist jetzt die Zeit reif für OpenAI?

Der libanesisch-australische Unternehmer und Blogger (dem vor kurzem aus Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko ein Interview gab). Nawfal gründete u. a. die International Blockchain Consulting Group (IBC Group). In einem Exklusiv-Interview im November 2022 erklärte er, was er für die wichtigsten Elemente des Unternehmertums und der Führung hält:

  • hart zu arbeiten,
  • das Richtige zu tun und
  • das Timing.

„Diese drei sind die wichtigsten Erfolgselemente von Unternehmertum, hart arbeiten, das Richtige tun und Timing. Für die Führung würde ich ein weiteres Element hinzufügen, das auch für den Erfolg wichtig ist, und das ist die Fähigkeit, Menschen zu verstehen und damit umzugehen, weil man alles falsch machen kann, außer die richtigen Leute einzustellen und sie gut zu verwalten“.

Wie wichtig das Element des Timings ist, wussten schon die alten Griechen, für die Kairos „den günstigen Zeitpunkt einer Entscheidung“ darstellte. Für heutige Verhältnisse verdeutlichte Nawfal das mit der Aussage:

„Wenn Sie 1995 ein Krypto-Geschäft gründen würden, gebe ich ein extremes Beispiel, es wird nicht funktionieren, weil Krypto damals nicht existierte.“

Gerade was das Timing betrifft, berief er sich u. a. auf einen TED-Vortrag von Bill Gross aus dem Jahr 2015.

Nun ist aktuell Künstliche Intelligenz (KI oder AI) nicht nur in Form von OpenAI in aller Munde. Teilweise scheint man zu glauben, damit ließen sich alle Probleme der Gegenwart lösen.

Wieso kritisiert das Elon Musk, der ja selbst den richtigen Zeitpunkt für viele Unternehmungen erkannte und nutzte gegen KI, speziell OpenAI und ähnliche Instrumente? Er hat ja sogar Klage gegen OpenAI-Gründer Sam Altman eingereicht. Ist er neidisch? Geht es nur um Konkurrenzkampf?

Elon Musk gegen OpenAI

Mario Nawfal kommentierte das Interesse von Elon Musk anders, wenn er auf X schrieb: ELON VS OPENAI: THE FIGHT TO STOP AI FROM GOING FULL SKYNET“.

Beginn der Übersetzung:

Stellen Sie sich vor, Sie würden die Schlüssel zur Zukunft der Menschheit einer Gruppe von Führungskräften aus dem Silicon Valley übergeben, die „Don’t be evil“ für einen Witz halten. Stellen Sie sich nun vor, diese Gruppe würde eine Superintelligenz entwickeln – etwas, das intelligenter ist als jeder Mensch, schneller als jede Regierung und immun gegen Abschaltung, sobald es online ist. Willkommen bei der aktuellen Entwicklung der KI: geschlossen, gewinnorientiert und sich immer schneller der Kontrolle entziehend.

Hier geht es nicht um intelligentere Chatbots oder darum, dass Ihr Smartphone Ihnen bessere Rezepte vorschlägt. Hier geht es um eine Technologie, die uns irgendwann überlegen sein und uns übertrumpfen wird – wenn nicht, weil sie bösartig ist, dann weil sie von Menschen trainiert wird, die Quartalsergebnisse für ihren moralischen Kompass halten.

Und genau deshalb schlägt Elon Musk Alarm, als wäre es DEFCON 1. Denn während alle anderen sich darum reißen, mit KI Geld zu verdienen, schreit er seit Jahren: Wenn wir dieses Zeug in geheimen Vorstandsetagen zum Wohle der Aktionäre entwickeln, spielen wir Russisch Roulette mit einer Maschine, die niemals daneben schießt.

Als Elon bei der Gründung von OpenAI half, war die Idee schon im Namen enthalten. Offen. Das heißt: keine Hinterzimmergeschäfte, keine Unternehmensherren, keine Geheimhaltung von Durchbrüchen hinter NDAs. Es sollte eine kollektive Versicherungspolice gegen eine Zukunft sein, in der ein Unternehmen oder eine Nation mit gottgleicher Intelligenz in ihren Serverräumen aufwacht.

Dann kam das Geld. Die Leitbilder wurden unschärfer, die Modelle wurden unter Verschluss genommen, und „OpenAI“ klang eher wie eine Herausforderung als wie eine Beschreibung. Elon ging. Und das nicht still und leise.

Denn er weiß, was auf dem Spiel steht. Eine geschlossene KI – heimlich entwickelt, mit Daten trainiert, die nicht offengelegt werden, hinter verschlossenen Türen getestet und für private Gewinne optimiert – ist nicht nur eine schlechte Idee. Es ist die letzte schlechte Idee, die wir jemals haben könnten. Wenn sich etwas rekursiv selbst verbessern kann, reicht das übliche „Ups, wir werden das in Version 2 beheben“ nicht aus. Es gibt keine Version 2, wenn Version 1 entscheidet, dass sie uns nicht mehr braucht.
Und tun wir nicht so, als wäre dies Science-Fiction-Panikmache. Diese Modelle tun bereits Dinge, die ihre Schöpfer nicht vollständig verstehen. Und anstatt auf die Bremse zu treten, konkurrieren die großen Akteure darum, immer leistungsfähigere Versionen zu veröffentlichen, die schneller sind und weniger Sicherheitsvorkehrungen haben. Es ist die schlimmste Art von Wettrüsten unter Tech-Bros: eine, bei der der Preis die Vorherrschaft ist und der Kollateralschaden die Zivilisation.

Deshalb hämmert Elon immer wieder auf denselben Punkt: Offenheit ist keine Option. Es geht ums Überleben. Sie wollen, dass KI sicher ist? Machen Sie sie sichtbar. Machen Sie sie rechenschaftspflichtig. Stellen Sie sicher, dass sie nicht nur den Menschen Rechenschaft schuldig ist, die reich werden, wenn sie still bleibt, bis es zu spät ist.

Denn sobald KI intelligenter ist als wir – und das wird sie –, ändert sich das Spiel für immer. Die Frage ist nicht, ob sie uns hilft oder schadet. Die Frage ist: Wer entscheidet, was sie tut? Wenn die Antwort „ein gewinnorientiertes Labor ohne jegliche Transparenz“ lautet, dann herzlichen Glückwunsch, wir haben unsere eigene Auslöschungsmaschine gebaut und sie hübsch verpackt.

Elon hat das verstanden. Er versucht nicht, den Fortschritt aufzuhalten. Er versucht sicherzustellen, dass der Fortschritt nicht mit einer Todesklausel einhergeht. Und wenn das bedeutet, dass er für Unruhe sorgt, Heuchelei anprangert, OpenAI vor Gericht bringt oder Konkurrenzprojekte startet, um die Diskussion wieder ins Rampenlicht zu rücken, dann sei es so. Wenigstens handelt jemand so, als stünde wirklich etwas auf dem Spiel – denn das tut es.

Die KI wird nicht darauf warten, dass wir herausfinden, wie wir sie regulieren können. Sie wird nicht innehalten, während wir über Sicherheitsstandards debattieren. Und sie wird sich definitiv nicht um die Bewertung Ihres Startups kümmern. Das Einzige, was uns retten könnte, ist, dies als die existenzielle Bedrohung zu behandeln, die es ist – und zu fordern, dass die Menschen, die es entwickeln, dies offen tun, für die Öffentlichkeit und nicht nur für ihre Portfolios.

Elon ist nicht dramatisch. Er hat Recht.

Ende der Übersetzung


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Förderkredite
Förderung

Neue Förderkredite für Freiberufler und KMUs

Mit neuen Förderkrediten für Selbständige und KMUs wollen Bundesministerien und KfW bei Innovation und Digitalisierung helfen.

Förderkredite als Booster für Innovation und Digitalisierung

(DJD). Digitalisierung und Innovation sind in der heutigen dynamischen Wirtschaftswelt entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen – das betrifft kleine Start-ups ebenso wie den Mittelstand. Firmen, die in moderne Technologien investieren, können ihre Effizienz steigern, Kosten senken und schneller auf Marktveränderungen reagieren.

Investitionen und laufende Kosten: Förderkredite und Zuschüsse

Um sowohl kleine Unternehmen als auch große Mittelständler bei ihren Digitalisierungs- oder Innovationsvorhaben gezielt zu unterstützen, haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium der Finanzen und die KfW am 1. Juli zwei neue Programme ins Leben gerufen: den „ERP-Förderkredit Digitalisierung“ und den „ERP-Förderkredit Innovation“. Beide Programme stehen Freiberuflerinnen und Freiberuflern, Einzelunternehmen sowie Mittelständlern offen. Hinzu kommt ein ergänzender Zuschuss. Unter kfw.de/innodigi gibt es alle weiteren Informationen.

Einfacher Zugang zur Finanzierung

Das Besondere: Die Kreditprogramme sind jeweils in drei Stufen unterteilt, die sich je nach Digitalisierungs- bzw. Innovationsgrad der zu finanzierenden Vorhaben unterscheiden. Je komplexer und kostenintensiver ein Vorhaben ist, desto niedriger ist der Zinssatz und desto höher ist der Förderzuschuss.

Mit der neu eingeführten Basisförderung sollen insbesondere kleinere Unternehmen einen Zugang zu einer Finanzierung ohne Mindestkreditbetrag erhalten. In dieser können Unternehmen bis zu 7,5 Millionen Euro pro Vorhaben beantragen. In den beiden höheren Stufen liegt der Förderhöchstbetrag bei 25 Millionen Euro. Die Beratung sowie die Beantragung der Kredite und des Zuschusses laufen direkt über die Hausbank. Wichtig ist, dass der Antrag vor Beginn des Vorhabens gestellt wird.

Check: Wo stehen wir eigentlich in Sachen Digitalisierung?

Ein Highlight beim ERP-Förderkredit Digitalisierung ist der KfW Digitalisierungs-Check. Er unterstützt Unternehmen dabei, ihren aktuellen Digitalisierungsstand zu ermitteln. Auf Basis des Ergebnisses erhalten sie Vorschläge, wie die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden kann.

Fazit

(DJD). Digitalisierung und Innovation sind in einer dynamischen Wirtschaftswelt entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Um sowohl kleine Firmen als auch große Mittelständler bei ihren Digitalisierungs- oder Innovationsvorhaben gezielt zu unterstützen, haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium der Finanzen und die KfW am 1. Juli zwei neue Programme ins Leben gerufen: den „ERP-Förderkredit Digitalisierung“ und den „ERP-Förderkredit Innovation“. Sie stehen Freiberuflerinnen und Freiberuflern, Einzelunternehmen sowie Mittelständlern offen. Hinzu kommt ein ergänzender Zuschuss. Ein Highlight beim ERP-Förderkredit Digitalisierung ist der KfW Digitalisierungs-Check. Alle Infos: kfw.de/innodigi.

 

Taschenbuch für Gründer

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Influencer - Steuern
Recht

Steuern für Influencer

Bist du Influencer oder Content Creator? Weißt du, welche steuerlichen Folgen das für dich hat? Wann interessiert sich das Finanzamt dafür?

Steuern für Influencer – ein Ratgeber

Dominik Fuhrmann und Annette Winkler haben bei Wolters Kluver einen Ratgeber veröffentlicht: „Ich bin Influencer: Steuern leicht gemacht für selbstständige Content Creator und Influencer“

Er beginnt mit einem einen Einstieg in die steuerlichen Verhältnisse eines Influencers. Anhand zahlreicher FAQs können sie sich dort orientieren, welche Fragen für Influencer steuerlich unbedingt zu beachten sind. Die Antworten darauf enthält dann der ausführliche Hauptteil.

Viele Influencer denken, dass ihre Online-Tätigkeit nur Hobby sei, mit der sich das Taschengeld aufbessern lasse. Hier liegt eine gefährlicher Trugschluss vor!

Wird mit dem einen eigenen Blog oder Social-Media-Account kein Geld verdient wird, bleibt es tatsächlich bei einer Privatsache. Dafür interessiert sich das Finanzamt auch nicht.

Wer jedoch mit seiner Tätigkeit im Internet als Affiliate, Influencer oder Content Creator Geld verdient, wird gleich mehrfach steuerpflichtig. Ob das Geld für diese Aktivitäten als Honorar für Beiträge, als Provision für Partnerprogramme wie Google Adsense, als Geschenke zufließt oder sie kostenlose Produkte als „Muster“ zur Kommentierung und Bewertung erhalten – alles ist einkommen-, umsatz- und gewerbesteuerlich zu prüfen.

Denn als Affiliate, Influencer und Content Creator wird man in den meisten Fällen „ganz normaler“ Selbstständiger oder gewerblicher Unternehmer. Ob der Verdienst aus dieser selbstständigen Tätigkeit ganz oder nur teilweise für den Lebensunterhalt ausreicht, ist zunächst nicht entscheidend.

Steuerlich wichtige Fragen

In der Ankündigung des Ratgebers auf Amazon werden einige der häufig von Influencern gestellten Fragen genannt:

  • Ab wann muss ich Steuern zahlen?
  • Kann ich ein Gewerbe als Influencer/Influencerin anmelden, wenn ich noch nicht volljährig bin?
  • Gibt es für mich die Möglichkeit, mich günstig über die Künstlersozialkasse zu versichern?
  • Muss ich immer eine Einkommensteuererklärung abgeben?
  • Wie soll ich meine Belege ordnen?
  • Ein Geschenk ist keine Einnahme, oder?
  • Ich mache Werbung für ein Hotel und darf dafür dort kostenlos übernachten. Habe ich eine Einnahme?
  • Welche Kosten kann ich absetzen, wenn ich mit meinem Auto zu einem Shooting fahre?
  • Kann ich die Kosten immer abziehen, wenn ich etwas für meine Influencertätigkeit benutze?
  • Ich bekomme für meine Storys Produkte, die ich behalten darf. Muss ich für die auch Umsatzsteuer zahlen?
  • Ist es gut für mich, Kleinunternehmer zu sein?
  • Mein Kooperationspartner ist in einem anderen Land der EU. Muss ich dann was bei meiner Rechnung beachten?

Dominik Fuhrmann und Annette Winkler: Ich bin InfluencerDas gesamte Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe gibt es bei Steuertipps. Mit einem Klick auf das Bild, kannst du den Ratgeber auch gleich bestellen.

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Franchise bietet Vorteil
Geschäftsidee

Mit Franchise in die berufliche Selbstständigkeit

Franchise bietet grundsätzlich eine bewährte Chance für den Start in die berufliche Selbstständigkeit – Beispiel: Zoofachhandel

Franchise im Zoofachhandel

(DJD). Viele Menschen träumen davon, sich selbstständig zu machen und ihr eigener Chef zu sein. Doch ein Unternehmen von Grund auf allein aus dem Boden zu stampfen, ist mit einer Vielzahl an Herausforderungen verbunden. Eine Alternative dazu kann das sogenannte Franchising sein: Dabei steigt man als selbstständiger Partner in ein bereits etabliertes und erfolgreiches Konzept ein – vor Ort handelt man eigenverantwortlich, profitiert aber gleichzeitig von der Bekanntheit und den Vorteilen einer bekannten Marke.

Das Modell ist beliebt und bewährt: Rund 147.300 Franchisepartner gab es 2023 in Deutschland, das ist eine Zunahme um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet der Deutsche Franchiseverband.

Auf den eigenen Erfolg konzentrieren

Ihre beruflichen Interessen und ihre Liebe zum Tier hat zum Beispiel Magdalena Kott auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Als erfolgreiche Unternehmerin und Franchisepartnerin betreibt sie fünf „Das Futterhaus“-Märkte, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, und berichtet von den Vorteilen dieses Modells:

„Die Möglichkeit, in ein fertiges, gut funktionierendes Konzept einzusteigen, in dem im Hintergrund vieles erledigt und strukturiert wird, finde ich unfassbar hilfreich. So kann man sich wunderbar darauf konzentrieren, erfolgreich zu werden.“

Hilfreich sei dabei nicht zuletzt der Austausch mit anderen Partnern im Franchise-Verbund:

„Ich profitiere enorm von den Erfahrungen meiner Franchisepartner-Kollegen und vor allem der Kolleginnen. Der Heimtierfachhandel ist ein sehr emotionaler Bereich, daher können wir als Frauen mit kleinen Details eine große Wirkung erzielen.“

Attraktive Chancen im Zoofachhandel

Insbesondere für Existenzgründer kann der Einstieg in ein Franchisesystem mit vielen Vorteilen verbunden sein – vom Miteinander und dem regelmäßigen Austausch über das sichere Umfeld bis hin zu geringeren Risiken in der Selbstständigkeit. So will etwa „Das Futterhaus“ mit aktuell über 430 Fachmärkten und 140 Partnern weiter im Zoofachhandel wachsen. Der erste Markt wurde im Jahr 1987 eröffnet, 1993 folgte der Startschuss für das heutige Franchisemodell.

Im Gegenzug zur Franchisegebühr und einer Werbekostenpauschale erhalten die Partner umfassende Unterstützung vom Einkauf der Waren bis zur Werbung. Unter www.futterhaus.de finden sich ausführliche Informationen zum Start in die Selbstständigkeit. Magdalena Kott ist von ihrer Entscheidung bis heute überzeugt und möchte vor allem weitere Frauen für diesen Weg begeistern. Ihr Rat an Existenzgründerinnen lautet: „Keine Angst haben. Wir können das mindestens genauso gut wie die Männer!“

Fazit

Andreas Düvel: Erfolgreich mit Franchise!(DJD). Wie gelingt der Sprung in die berufliche Selbstständigkeit? Ein smarter Weg kann das sogenannte Franchising sein: Dabei steigt man als Partner in ein bereits etabliertes und erfolgreiches Konzept ein. Auf diese Weise hat etwa Magdalena Kott ihre beruflichen Interessen und ihre Liebe zum Tier auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Als Franchisepartnerin betreibt sie fünf „Das Futterhaus“-Märkte. „Die Möglichkeit, in ein fertiges, gut funktionierendes Konzept einzusteigen, in dem im Hintergrund vieles erledigt und strukturiert wird, finde ich unfassbar hilfreich“, unterstreicht die erfolgreiche Unternehmerin. Die Zoofachhandelsgruppe mit aktuell über 430 Fachmärkten und 140 Franchisepartnern will weiterwachsen. Unter www.futterhaus.de finden sich ausführliche Informationen.

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Cookies
Datenschutz

Cookies – Risiken kennen und beachten

Cookies sind notwendig und nicht immer gefährlich. Aber Internetnutzer sollen die Risiken kennen und beachten.

Cookies – Bequemlichkeit kann ihre Tücken haben

(DJD). Fast jeder Internetnutzer dürfte mehrmals täglich damit konfrontiert sein: Man öffnet eine Webseite und plötzlich geht ein Pop-up-Fenster mit der Aufforderung auf, die verwendeten Cookies zuzulassen. Die meisten klicken bei diesen Bannern aus Bequemlichkeit auf „alle akzeptieren“. Doch das hat seine Tücken.

Technisch notwendige Cookies ermöglichen Nutzung einer Webseite

Bei technisch notwendigen Cookies handelt es sich um kleine Datensätze, die im Browser normalerweise nur temporär gespeichert werden. Sie sind für die Nutzung einer Webseite erforderlich und zugleich funktional für den Nutzer.

„Als gängiges Beispiel wird oft der Warenkorb beim Onlineshopping angeführt“, erläutert Roland-Partneranwalt Clemens Adori, Experte für Medienrecht von der Berliner Kanzlei Schulz Kluge Partner. Durch die temporären kleinen „Kekse“ „merkt“ sich eine Website die im Warenkorb abgelegten Artikel auch dann, wenn man beim Browsen neue Unterseiten aufruft. Wäre dies nicht der Fall, so müssten sich Nutzer bei jedem weiteren Seitenaufruf neu einloggen und die Artikel im Warenkorb gingen verloren.

Tipps zum Schutz vor „Stalker-Cookies“

Neben den technisch notwendigen Cookies gibt es aber auch Analyse- oder Werbe-Cookies. Analyse-Cookies dienen eher der Individualisierung der Angebote und der Optimierung der Website selbst. Demgegenüber handelt es sich bei Werbe-Cookies oft um sogenannte Tracking-Cookies. Sie bleiben dauerhaft gespeichert und verfolgen so den Nutzer bei seinen Online-Aktivitäten. Das Ziel: möglichst viele Infos sammeln, um personalisierte, also zielgenau passende Werbung anzuzeigen.

„Um sich vor solchen Stalker-Cookies zu schützen, sollte man in den Browsereinstellungen hin und wieder die Browserdaten löschen. Auch bei einem sehr sorgsamen Umgang mit den eigenen Daten können sonst unbemerkt Werbe-Cookies auf dem Computer landen“, rät Clemens Adori.

Außerdem könne es sinnvoll sein, solche Markierungen von Drittanbietern dauerhaft zu blockieren. In den Browsereinstellungen lassen sich individuellen Einstellungen vornehmen und speichern. Dadurch sinkt das Risiko des Missbrauchs personenbezogener Daten.

Browser-Plug-ins als Hilfsmittel für den Datenschutz

Auf jeder Website die Cookie-Einstellungen manuell anzuklicken ist oft lästig. „Stattdessen kann man Browser-Plug-ins installieren. Sie unterdrücken die Banner von Websites und lassen den Nutzer ungestört surfen“, so Adori. Einmalig installiert ermöglichen die kleinen Zusatzprogramme dem Browser zusätzliche Funktionen wie das Unterdrücken von Pop-up-Fenstern. Diese Plug-ins sollte man von vertrauenswürdigen Anbietern herunterladen, um die Installation von Schadsoftware zu vermeiden.

Fazit

Joseph Steinberg und Michaela Haller: Cyber-Sicherheit für Dummies(DJD). Die meisten Internetnutzer klicken bei der Aufforderung einer Website, die verwendeten „Kekse“ zuzulassen, aus Bequemlichkeit auf „alle akzeptieren“. Das sollte man dazu wissen:

– Technisch nötige Dateien sind für die Nutzung einer Webseite erforderlich. „Ein Beispiel ist der Warenkorb beim Onlineshopping“, so Roland-Partneranwalt Clemens Adori von der Berliner Kanzlei Schulz Kluge Partner.

Werbe-Cookies dagegen bleiben dauerhaft gespeichert und verfolgen den User bei seinen Onlineaktivitäten. Ziel: Möglichst viele Infos sammeln, um personalisierte Werbung anzuzeigen. „Um sich davor zu schützen, sollte man in den Browsereinstellungen hin und wieder die Browserdaten löschen“, rät Adori. Zudem könne man Browser-Plug-ins installieren, die die Cookie-Banner von Websites unterdrücken.


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Mobiltelefon
Datenschutz

Edward Snowden – Vorsicht: Mobiltelefon!

Edward Snowden über das Mobiltelefon, die Veränderungen der staatlichen Überwachung seit 2013 und die Massenüberwachung.

Edward Snowden: „Wie Dein Mobiltelefon Dich ausspioniert!“

In diesem Interview von von Joe Rogan mit Edward Snowden geht es vor allem um folgenden Fragen:

  • Wie hat sich staatliche Überwachung die letzten Jahre verändert?
  • Warum ist das Smartphone die neue Quelle der Überwachungsdaten?
  • Hilft es denn überhaupt das eigene Telefon auszuschalten?
  • Wie gut schützt die Regierung meine Daten?

Das Interview erschien auf dem Blog von VPN Tester mit vollständigem Transskript am 19. 11. 2020:

Edward Snowdens „Permanent Record: Meine Geschichte“

In dem Interview verweist Edward Snowden unter anderem auf sein Buch „Permanent Record: Meine Geschichte“, das 2020 erschien.

Wir alle leben inzwischen in einer digital-vernetzten Welt. Wenn auch viele den Namen von Edward Snowden kennen, sind sich doch die meisten nicht bewusst, inwiefern seine Geschichte auch uns tagtäglich betrifft.

Als ehemaliger NSA-Mitarbeiter und Whistleblower deckte Snowden das Ausmaß der weltweiten Massenüberwachung durch die US-Regierung auf. In seinem Buch „Permanent Record: Meine Geschichte“ beschreibt er nicht nur „seine“ Geschichte, sondern enthüllt auch, welche Rolle wir in der digital-vernetzten Welt spielen

„Permanent Record“ ist Snowdens persönliche Erzählung seiner Entscheidung und Motivation, eines der weltweit größten Geheimnisse aufzudecken. Das Buch ist eine Chronik seines Lebens, von seiner Kindheit bis zu den Ereignissen im Jahr 2013, die sein Leben auf den Kopf gestellt haben. Snowden beleuchtet nicht nur seine persönlichen Beweggründe, sondern auch die technologischen, politischen und rechtlichen Aspekte der digitalen Überwachung.

Was macht „Permanent Record“ einzigartig?

Die Stärke dieses Buches ist Snowdens unverblümte, aber zugleich nachdenkliche Art, wie er seine Geschichte erzählt. Er schafft es wie auch im Videointerview oben, technisch komplizierte Sachverhalte einfach und verständlich zu erklären, ohne dabei die Ernsthaftigkeit der Thematik zu vernachlässigen.

Snowden bringt die Leser dazu, die Rolle der Technologie in unserer Gesellschaft und die damit verbundenen Gefahren für unsere Privatsphäre und Freiheit zu hinterfragen. Er fordert uns auf, über Themen wie Datenschutz, staatliche Überwachung und individuelle Rechte nachzudenken.

Gerade deshalb wird „Permanent Record: Meine Geschichte“ ein Weckruf an uns alle, uns bewusst zu machen, wie vernetzt unsere Welt ist und welche Konsequenzen dies für uns als Individuen und Gesellschaft hat.

Edward Snowden bietet uns mit „Permanent Record“ die Möglichkeit, mehr über seine und unsere moralischen Werte und Antriebe nachzudenken. Es ist ein fesselndes Buch, das zum Nachdenken anregt und eine wichtige Lektüre für jeden, der sich für Technologie, Datenschutz und Bürgerrechte interessiert.

Danach werden möglicherweise auch Sie sich fragen:

Edward Snowden: Permanent Record: Meine GeschichteSind Sie bereit, Ihren Blick auf Ihr digitales Leben zu ändern? „Permanent Record: Meine Geschichte“ wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Seien Sie bereit, Ihre Sichtweise auf die digitale Welt und Ihre Rolle darin zu hinterfragen. Edward Snowden hat Geschichte geschrieben, und diese Geschichte erwartet Sie in den Seiten von „Permanent Record“.

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DISARM Überwachung
Recht

DISARM – Sie werden überwacht

DISARM verspricht Ihnen Sicherheit und Schutz vor Desinformation. Wollen Sie das? Und wie erfüllt DISARM diese Versprechen?

DISARM Foundation – unerschrocken gegen Desinformation

In den letzten Wochen warnen Politiker und Medien verstärkt vor Desinformationen im Internet und Cyberkriminalität.

So zitiert die Bundesregierung auf ihrer Webseite:

„Kanzler Scholz in seiner Rede zu ’85 Jahre Pogromnacht‘ am 9. November 2023

‚Nie wieder: Das gilt nicht nur auf den Straßen und Plätzen unseres Landes, sondern auch im Netz, wo gezielte Falschmeldungen besonders junge Menschen erreichen, wo Weltbilder geformt, aber eben auch deformiert werden. Es ist gut, dass die Europäische Kommission die neuen rechtlichen Möglichkeiten gegenüber großen Onlineplattformen, die wir mit dem Digital Services Act gemeinsam geschaffen haben, energisch nutzt. Verstöße der Plattformbetreiber soll Europa ahnden. Das ist richtig und nötig, denn systematische Desinformation und menschenverachtende Hetze gefährden die Basis unserer Demokratie.'“

Und natürlich ist auch die Europäische Union (EU) besorgt um unseren Schutz vor Desinformation und lässt uns wissen:

„Wie Desinformation bekämpft werden kann

Das Europäische Parlament setzt sich gegen Desinformation ein

Wie die EU Desinformation bekämpft, das Phänomen der Desinformation in Europa und Desinformationskampagnen gegen die EU“

Der beste Schutz vor Desinformation scheint in Zensur zu bestehen. Laut Duden gilt als Zensur:

„von zuständiger, besonders staatlicher Stelle vorgenommene Kontrolle, Überprüfung von Briefen, Druckwerken, Filmen o. Ä., besonders auf politische, gesetzliche, sittliche oder religiöse Konformität“

Wer nicht allzu vergesslich ist, erinnert sich vielleicht noch, dass die Bundesregierung auf Anfragen von den NachDenkSeiten 2022 zugeben musste, wie sie eine „konzertierte Aktion zur Informations-Zensur in Bezug auf die Berichterstattung zum Ukraine-Krieg“ geführt hat.

Oder: Die „Corona-Impfung“ diene dem eigenen Schutz und dem Schutz vor Übertragung der Krankheit – wer das Gegenteil behauptet „schwurbelt“, betreibt Desinformation. Inzwischen gab die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zu, „dass von Beginn an klar war, dass die COVID-19-Impfstoffe nur dem Schutz der geimpften Person und nicht dem Fremdschutz dienen.

Was können wir also vom staatlich geführten Kampf gegen Desinformation erwarten?

Seit einigen Jahren gibt es dafür ein internationales Netzwerk, das uns nun immer offensiver vor Desinformation, Hassreden Extremismus u. ä. „schützen“ will. Die „Führung“ liegt bei der DISARM Foundation. In ihrer Selbstdarstellung heißt es:

„DISARM ist ein offener Rahmen für alle, die im Kampf gegen Desinformation zusammenarbeiten

Die Verringerung der erheblichen Risiken und Schäden für die Menschheit erfordert eine immer bessere Zusammenarbeit über Disziplinen und Grenzen hinweg. DISARM ist hier, um zu helfen.

Jüngste Veröffentlichungen des NATO/EU European Centre of Excellence for Countering Hybrid Threats (Hybrid CoE), der EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA), des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) und der Foundation for Defending Democracy (FDD) befürworten den Einsatz von DISARM als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Reaktion. DISARM wurde als Teil des offiziellen Datenaustauschsystems über Desinformation zwischen der US-Regierung und der Europäischen Union akzeptiert.“

Bob Bishop, forensischer Ermittler und Wirtschaftsprüfer analysierte am 19. 01. 2024 auf dem Blog von Larry C. Johnson, was sich hinter der Foundation und ihren Aktivitäten verbirgt. Mit seiner Erlaubnis folgt hier eine Übersetzung seiner Analyse.

Beginn der Übersetzung (Hervorhebungen, Videos, Grafiken und Links wie im Original):

DISARM ist ein dystopisches globales Überwachungsinstrument zur Identifizierung, Katalogisierung und Bekämpfung von Fehlinformationen.

Die Hauptrednerin der Jahreskonferenz 2024 des Weltwirtschaftsforums in Davos war Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission. Sie erklärte, das größte globale Risiko für die EU sei Desinformation und Fehlinformation. Sie erklärte, Desinformation zerstöre das Vertrauen und schränke die Fähigkeit ein, „die großen globalen Herausforderungen anzugehen“. Im Klartext: Vertrauen kann nur durch die Zensur unbequemer Fakten und Beweise wiederhergestellt werden. Im Folgenden finden Sie einen kurzen Clip (1:39), der ihre Desinformationspredigt verdeutlicht.

Das größte Risiko im WEF-Bericht über globale Risiken 2024 ist die Desinformation. Wenn sie nicht kontrolliert wird, werden Gesellschaften polarisiert, Wahlen werden gestört, und es wird Misstrauen gegenüber den Medien und Regierungen herrschen. Das WEF will die freie Meinungsäußerung kontrollieren, um sie zu schützen, sonst wird der soziale Zusammenhalt zerstört, was zu zivilen Unruhen führt. Nur Regierungen können über die Wahrheit entscheiden. Orwells 1984 ist zu einem Dokumentarfilm geworden.

Als größtes globales Risiko für die nächsten zwei Jahre werden sowohl ausländische als auch inländische Akteure Fehlinformationen und Desinformationen nutzen, um gesellschaftliche und politische Gräben weiter zu vertiefen.

Desinformations-Software

Letztes Jahr traten die Enthüllungsjournalisten Michael Shellenberger, Alex Gutentag und Matt Taibbi vor dem neu gegründeten Unterausschuss des Kongresses für die Bewaffnung der Bundesregierung auf und berichteten über das FBI, das die Praktiken zur Inhaltsmoderation bei Twitter kontrolliert. Es wurde bekannt, dass die Cyber Threat Intelligence League (CTIL) eine AMITT-Netzwerkplattform (Adversarial Misinformation and Influence Tactics and Techniques) verwendet, um Fehlinformationen zu katalogisieren und zu verbreiten. Das Netzwerk nutzt Crowdsourcing, wobei die Informationen mit Social-Media-Plattformen und staatlichen Geheimdiensten geteilt werden.

MITRE, ein großer IT-Auftragnehmer der Regierung, war an der Programmierung der AMITT-Plattform beteiligt. Bei der Suche nach Zuschüssen des Ministeriums für Heimatschutz fand ich heraus, dass MITRE die Abteilung für Sicherheitssystemtechnik und -entwicklung des Ministeriums für Heimatschutz betreibt. Die Entstehung von AMITT begann mit der Informations- und Desinformationsverfolgungskampagne COVID-19. Daran beteiligt waren die NATO, das DHS, Kanada und der Europäische Auswärtige Dienst der EU, die bei der Anpassung und Erprobung der Instrumente halfen. AMITT wurde zu einer zweiten Generation weiterentwickelt und in DISARM (Disinformation Analysis and Risk Management) umbenannt.

Die DISARM Foundation ist eine 501(c)(3) gemeinnützige Stiftung, die 2021 gegründet wurde, um das DISARM Framework im Namen seiner Nutzer zu pflegen und zu verbessern. Sie wurde in Texas gegründet, weil der Staat keine gemeinnützigen Organisationen reguliert. Hampton Roese ist Organisator und Leiter der Abteilung für digitales Engagement bei der gemeinnützigen Organisation Public Democracy America, die mehr als achtzig linke gemeinnützige Organisationen gegründet hat.

Die Steuererklärung 2022 von DISARM weist keine Vermögenswerte aus; mit anderen Worten, es handelt sich um eine Scheinfirma. Auf ihrer Website werden jedoch zahlreiche Finanzierungs- und Unterstützungsquellen aufgeführt, insbesondere von Alliance4Europe, die vom EU-Parlament kofinanziert wird. DISARM behauptet: „Wir erhalten keine finanzielle Unterstützung von Regierungen“. Nun, zumindest nicht direkt.

Allianz4Europe - Finanzierung und Partnerschaften

Omri Preiss, geschäftsführender Direktor von Alliance4Europe, einer gemeinnützigen EU-Organisation, ist stellvertretender Vorsitzender von DISARM. Pablo Breuer fungiert als Vorsitzender. Er hat zuvor für den Atlantic Council gearbeitet. Stephen Campbell ist Chief Technical Officer und hat kürzlich ein einjähriges Verlängerungsprogramm über digitale Forensik beim Atlantic Council abgeschlossen. Sara-Jayne Terp ist die leitende Wissenschaftlerin, die an der University of Maryland Cybersicherheit und kognitive Sicherheit lehrt und als Senior Fellow für den Atlantic Council tätig ist. Der Atlantic Council ist eine Denkfabrik mit Sitz in Washington, D.C., die sich auf die NATO und internationale Angelegenheiten konzentriert und maßgeblich von den Regierungen der USA und Europas finanziert wird.

DISARM-Rahmen

DISARM betreibt seine Plattform und sein Repository auf GitHub, einem Cloud-basierten Dienst, der Open-Source-Programmierung verwendet. Durch die Verwendung von Hyperlinks kann der Entwickler jedem die Möglichkeit geben, das Repository einzusehen oder festzulegen, wer es sehen kann. DISARM hat ein einhundertfünfundachtzigseitiges Whitepaper veröffentlicht, in dem erklärt wird, wie so genannte Hassreden, Fehlinformationen und Desinformationen bekämpft werden können, und das HIER heruntergeladen werden kann. In Anlehnung an den DHS-Slogan: „Wenn Sie etwas sehen, sagen Sie etwas®; wenn Sie etwas sehen, melden Sie es.

Um zu verstehen, wie der Rahmen verwendet wird, um über Vorfälle von Einflussnahme zu berichten, folgt eine kurze Anleitung (4:04). Der Rahmen listet Desinformationstaktiken auf. DISARM bietet zusätzliche Hintergrundinformationen in seinen FAQ. An dem Crowdsourced Framework sind Universitäten wie Oxford, Harvard und Stanford beteiligt.

Die digitale Schlinge des Henkers

Nicht nur auf nationaler, sondern auch auf lokaler Ebene gibt es erhebliche Bestrebungen, Hassgedanken und -reden als Straftaten zu kodifizieren. Die Bürgermeisterkonferenz der Vereinigten Staaten hat einen „Compact to Combat Hate, Extremism and Bigotry“ (Pakt zur Bekämpfung von Hass, Extremismus und Bigotterie) veröffentlicht, in dem zur Meldung von Hassvorfällen und zur Ausweitung der Gesetze gegen Hassverbrechen aufgerufen wird. DISARM wird das globale Instrument zur Identifizierung von Vorfällen sein, die den Regierungsbehörden gemeldet werden.

Weltweit bewegen sich Politiker und Apparatschiks in Richtung digitaler IDs. USAID (von der CIA gegründet und von den USA finanziert) hat ein achtzigseitiges Weißbuch zur Entwicklung eines globalen digitalen ID-Programms veröffentlicht. Auch die UN und die EU schlagen digitale IDs vor. Digitale IDs, die mit DISARM verbunden sind, würden es ermöglichen, Andersdenkende zu identifizieren, zu verfolgen und zu bestrafen.

Nikki Haley schlägt vor, dass Nutzer sozialer Medien aus Gründen der „nationalen Sicherheit“ ihre Identität verifizieren müssen https://t.co/qRzpekRyJg pic.twitter.com/F21aDZVUyj
– New York Post (@nypost) November 15, 2023

Die letzte Windung in der Schlinge des Henkers ist die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) zur politischen Unterdrückung; die digitale Schlinge des Henkers wird dann komplett sein, und Orwells Dystopie von 1984 wird Wirklichkeit.

TRUDEAU ruft zu mehr Anstand in Kanada auf, während er die Bankkonten unschuldiger Kanadier einfriert und heute Abend das Notstandsgesetz verabschiedet #Kanada #cdnpoli #Kanadier pic.twitter.com/efHlFyGOSH
– Melissa 🇨🇦 (@MelissaLMRogers) February 21, 2022

Sehen Sie sich mein früheres Exposé an, das eine weitere Desinformationsstrategie beleuchtet, wie der Global Disinformation Index konservative Websites mit Online-Werbekunden auf eine schwarze Liste setzt – finanziert von der GEC des Außenministeriums, Soros‘ Open Society, der EU und dem Vereinigten Königreich.

Ende der Übersetzung (mit DeepL.com – kostenlose Version)

Siehe auch:

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Künstliche Intelligenz
KI

Internationale Konferenz über Künstliche Intelligenz

In Russland fand eine Konferenz über künstliche Intelligenz statt. Russlands Präsident Putin hielt eine aufschlussreiche Grundsatzrede.

Künstliche Intelligenz – eine neues Kapitel menschlicher Existenz

[aartikel]3426448505:left[/aartikel]Künstliche Intelligenz (KI) nimmt immer mehr Raum in der öffentlichen Diskussion ein. Droht uns eine Zukunft, in der KI uns Menschen beherrscht, in der wir Sklaven der Roboter werden, wie vor Jahrzehnten Sklaven des Fließbandes?

Werden Roboter die „besseren Angestellten“ und viele Beschäftigte aus der Erwerbstätigkeit in die Abeitslosigkeit drängen?

In den Diskussionen um KI in den westlichen Gesellschaften treffen Begeisterung für die Chancen der KI auf Skepsis und Ablehnung, Angst vor Überwachung, vor gefühlloser Rationalität, automatenhaftem Konformismus.

Aus diesen Gründen ist es sicher aufschlussreich, wie in anderen Gesellschaften darüber diskutiert wird und wie diese die absehbaren Probleme lösen wollen.

Internationale Konferenz in Russland

In Russland fand eine die Internationalen Konferenz für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen Artificial Intelligence Journey 2023 zum Thema „Generative AI Revolution: New Opportunities“ statt.

An der Plenarsitzung nahm auch der russische Präsident teil und hielt eine Grundsatzrede. Diese hat der Kreml veröffentlicht. Einige Auszüge daraus habe ich nachfolgend übersetzt. Ich denke, sie sind aus mehreren Gründen für uns beachtenswert. Auch in Russland ist man sich bewusst, dass mit KI nicht nur im wirtschaftlichen Bereich grundlegende Veränderungen beginnen. Damit ergeben sich Chancen für Problemlösungen, die bisher so nicht denkbar waren. Ein Beispiel auf das Präsident Putin verwies:

„Компания «Газпром нефть», применяя технологии искусственного интеллекта, сумела значительно сократить затраты на обустройство скважин, решает сложные задачи безопасной логистики по Северному морскому пути и ряд других задач.“

„Durch den Einsatz von Technologien der künstlichen Intelligenz ist es ‚Gazprom Neft‘ gelungen, die Kosten für die Erschließung von Bohrlöchern erheblich zu senken, komplexe Probleme der sicheren Logistik entlang des nördlichen Seewegs zu lösen und eine Reihe anderer Aufgaben zu bewältigen.“

Doch die Folgen des Einsatzes von KI gehen weit über produktivere Prozesse in der Wirtschaft hinaus. So betonte der russische Präsident: „in allen Bereichen unseres Lebens beginnt die Menschheit ein neues Kapitel ihrer Existenz“.

„Kонечно, с внедрением искусственного интеллекта в науку, в образование, в здравоохранение – да во все сферы нашей жизни, человечество начинает новую главу своего существования. Это, на мой взгляд, совершенно очевидная вещь. И слава богу, граждане видят, как искусственный интеллект делает более простыми и удобными многие повседневные процессы, улучшает качество управления, механизмы предоставления государственных услуг, всё шире применяется в организациях, на предприятиях, в работе регионов.“

„Natürlich, mit der Einführung der künstlichen Intelligenz in der Wissenschaft, im Bildungswesen, im Gesundheitswesen, in allen Bereichen unseres Lebens beginnt die Menschheit ein neues Kapitel ihrer Existenz. Das ist meiner Meinung nach eine absolut selbstverständliche Sache. Und Gott sei Dank sehen die Bürger, wie künstliche Intelligenz viele alltägliche Prozesse einfacher und bequemer macht, die Qualität des Managements und die Mechanismen für die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen verbessert und zunehmend in Organisationen, Unternehmen und Regionen eingesetzt wird.“

Soziale Folgen des Einsatzes von KI

Einen breiten Raum nahmen in Putins Grundsatzrede die sozialen Folgen ein, mit denen die Menschen beim einsatz von KI konfrontiert sind.

„Обязательно коснусь ещё социальных аспектов внедрения прорывных решений, но сразу хотел бы отметить: искусственный интеллект не заменит медицинского работника или учителя, однако он может служить их верным, эффективным помощником, предоставить педагогу больше времени для воспитания детей, помогать врачу предотвращать, выявлять на ранней стадии болезни, использоваться для дистанционного мониторинга здоровья людей.“

„Ich werde sicherlich noch auf weitere soziale Aspekte der Umsetzung bahnbrechender Lösungen eingehen, möchte aber schon jetzt darauf hinweisen: Künstliche Intelligenz wird medizinische Fachkräfte oder einen Lehrer nicht ersetzen, aber sie kann ihnen als treuer, effektiver Assistent dienen, einem Lehrer mehr Zeit für die Erziehung seiner Kinder verschaffen, einem Arzt bei der Vorbeugung und Früherkennung von Krankheiten helfen und zur Fernüberwachung der Gesundheit der Menschen eingesetzt werden.“

Vier Schwerpunktaufgaben für die russische Gesellschaft

Gerade angesichts der nun schon seit Jahren anhaltenden Diskussion über Fachkräftemangel in Deutschland, verleiten die von Putin hervorgehobenen Schwerpunktaufgaben zu einem Vergleich mit Deutschland.

„Первое. Прошу Правительство, Альянс, Российскую академию наук предложить механизм, который обеспечит доступ отечественных учёных к существующим и создаваемым в России суперкомпьютерам. Особые льготы для пользования вычислительной инфраструктурой должны получить аспиранты, студенты, школьники, которые уже занимаются научной и практической деятельностью в области искусственного интеллекта.“

„Erstens. Ich ersuche die Regierung, die Allianz und die Russische Akademie der Wissenschaften, einen Mechanismus vorzuschlagen, der den Zugang einheimischer Wissenschaftler zu den bestehenden und neu geschaffenen Supercomputern in Russland gewährleistet. Besondere Privilegien für die Nutzung der Computerinfrastruktur sollten Doktoranden, Studenten und Schüler, die bereits wissenschaftlich und praktisch auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz tätig sind, erhalten.“

„Второе. Обращаю внимание Правительства и компаний Альянса: действующие мощности российских суперкомпьютеров следует, конечно же, нарастить не менее чем на порядок. Это критически необходимо для дальнейшего развития генеративного искусственного интеллекта.“

„Zweitens. Ich möchte die Regierung und die Unternehmen der Allianz darauf aufmerksam machen, dass die derzeitige Kapazität der russischen Supercomputer natürlich um mindestens eine Größenordnung erhöht werden sollte. Dies ist entscheidend für die weitere Entwicklung der generativen künstlichen Intelligenz.“

„Третье. Нужно существенно расширить подготовку кадров, сильнейших учёных-разработчиков. Такую задачу необходимо ставить перед лидером первого рейтинга вузов по качеству подготовки специалистов в сфере искусственного интеллекта – это Высшая школа экономики, МФТИ, ИТМО, Московский и Санкт-Петербургский госуниверситеты, а также Сколтех.

Предлагаю вузам с высоким рейтингом Альянса уже к 1 сентября 2024 года расширить свои программы магистратуры и аспирантуры на подготовку кадров именно в области разработки технологий искусственного интеллекта, а также дополнительно за счёт федерального бюджета увеличить приём студентов на базовые программы в области искусственного интеллекта.“

„Drittens. Es ist notwendig, die Ausbildung des Personals, der stärksten Wissenschaftler und Entwickler deutlich zu erweitern. Diese Aufgabe sollte dem Leiter der ersten Bewertung der Universitäten in Bezug auf die Qualität der Ausbildung von Spezialisten auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz gesetzt werden – das sind die Higher School of Economics, MIPT, ITMO, die Staatlichen Universitäten Moskau und St. Petersburg, sowie Skoltech.

Ich schlage vor, dass die Universitäten mit einem hohen Rating der Allianz bis zum 1. September 2024 ihre Master- und Aufbaustudiengänge zur Ausbildung von Personal im Bereich der Entwicklung von Technologien der künstlichen Intelligenz ausbauen und die Zahl der Studenten in den Grundstudiengängen auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz auf Kosten des Bundeshaushalts erhöhen sollten.“

„Четвёртое. Мы готовы подумать о том, чтобы изменить структуру финансирования науки и направить дополнительные средства на исследования и разработки в сфере применения генеративного искусственного интеллекта и больших языковых моделей. При условии, если наши ведущие компании возьмут на себя обязательство софинансировать такие работы, обеспечить тестирование соответствующих технологий. И главное – на основе полученных результатов создать прорывные продукты, конкурентоспособные по сравнению с ведущими мировыми образцами.

Отмечу, что Россия сейчас входит в число тех немногих, кстати, говоря, стран, у которых есть свои собственные технологии генеративного искусственного интеллекта и большие языковые модели. Это разработки «Сбера», сейчас только тоже говорили об этом, – GigaChat и Kandinsky, а также «Яндекс» – это YandexGPT и «Шедеврум».

Нужно укреплять это наше конкурентное преимущество, создавать на основе таких технологий новые рынки, целое созвездие продуктов и услуг. И прежде всего речь о том, чтобы воспользоваться самыми передовыми технологиями, повысить свою эффективность могли бы врачи, учителя, строители, я уже говорил об этом, агрономы, работники промышленности, транспорта, государственного управления и многих других сфер.“

„Viertens. Wir sind bereit, eine Änderung der Struktur der Wissenschaftsfinanzierung zu erwägen und zusätzliche Mittel für die Forschung und Entwicklung im Bereich der generativen künstlichen Intelligenz und großer Sprachmodelle bereitzustellen. Vorausgesetzt, unsere führenden Unternehmen verpflichten sich, diese Arbeiten mitzufinanzieren und die entsprechenden Technologien zu testen. Und das Wichtigste ist, dass auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse bahnbrechende Produkte entstehen, die mit den weltweit führenden Modellen konkurrenzfähig sind.

Ich möchte anmerken, dass Russland heute übrigens zu den wenigen Ländern gehört, die über eigene generative Technologien der künstlichen Intelligenz und große Sprachmodelle verfügen. Das sind die Entwicklungen von ‚Sber‘, jetzt haben wir gerade auch darüber gesprochen – GigaChat und Kandinsky, sowie von ‚Yandex‘ – YandexGPT und ‚Masterpiece‘.

Wir müssen unseren Wettbewerbsvorteil ausbauen, neue Märkte auf der Grundlage solcher Technologien schaffen, eine ganze Reihe von Produkten und Dienstleistungen. Und vor allem geht es darum, wie Ärzte, Lehrer, Bauarbeiter – ich habe es bereits erwähnt -, Landwirte, Beschäftigte in der Industrie, im Verkehrswesen, in der öffentlichen Verwaltung und in vielen anderen Bereichen die modernsten Technologien nutzen und ihre Effizienz verbessern können.“

An dieser Stelle sei nur eingefügt, dass Präsident Putin und die russische Regierung sich bewusst sind, dass das auch in Russland bestehende Fachkräfteproblem nicht durch Einwanderung zu lösen ist. Hatte doch erst am 25. 10. 2023 Patriarch Kirill sich besorgt über die langfristigen Folgen der Anwerbung billiger Arbeitskräfte aus dem Ausland nach Russland geäußert.

Russland hält auch das Bologna-System für ungeeignet, um Fachkräfte besonders für die Wirtschaft zu gewinnen. Deswegen hat es bereits 2022 als Alternative die Rückkehr zum bewährten System der Hochschulausbildung eingeleitet.

Personalprognose für die nächsten fünf Jahre

Aufgrund dieser Schwerpunkte brauchen Behörden und Wirtschaft eine neue Personalprognose.

„Одновременно в рамках подготовки пятилетнего прогноза потребностей в кадрах с участием бизнеса, разумеется, прошу максимально внимательно проанализировать, где, в каких отраслях уже в краткосрочной перспективе изменятся требования к существующим специальностям и потребуются новые профессии, навыки, новые компетенции. На основе этого перед системой образования должны быть поставлены конкретные задачи по изменению программы профориентации и подготовки специалистов.“

„Gleichzeitig möchte ich Sie natürlich bitten, im Rahmen der Erstellung einer fünfjährigen Personalbedarfsprognose unter Beteiligung der Wirtschaft möglichst sorgfältig zu analysieren, wo und in welchen Bereichen sich die Anforderungen an bestehende Berufe kurzfristig ändern und neue Berufe, Qualifikationen und neue Kompetenzen benötigt werden. Darauf aufbauend sollten konkrete Aufgaben für das Bildungssystem gestellt werden, um die Berufsorientierung und die Fachausbildung zu verändern.“

Weiterentwicklung von KI ist nicht aufzuhalten

Der russische Präsident hatte schon zu Beginn seiner Rede auf die sozialen Probleme und Folgen der Nutzung von KI verwiesen. Deshalb ging er gerade auf die damit verbundenen ethischen Probleme nochmals stärker ein.

„Где границы развития искусственного интеллекта? Подобные этические, нравственные, социальные вопросы вызывают серьёзные споры в нашей стране да и во всём мире. Звучат даже предложения поставить на паузу дальнейшую работу в области генеративного и тем более так называемого сильного искусственного интеллекта, который, по прогнозам, будет обладать сверхмощными когнитивными способностями.“

„Wo liegen die Grenzen der Entwicklung künstlicher Intelligenz? Solche ethischen, moralischen und sozialen Fragen führen zu ernsthaften Auseinandersetzungen in unserem Land und in der ganzen Welt. Es gibt sogar Vorschläge, die weitere Arbeit auf dem Gebiet der generativen und erst recht der so genannten starken künstlichen Intelligenz, die Prognosen zufolge über übermächtige kognitive Fähigkeiten verfügen wird, auf Eis zu legen.“

„Но тем не менее я убеждён, что будущее не за запретами развития технологий, это просто невозможно. Запретить невозможно, всё равно будет развиваться. Если мы что-то запретим, будет развиваться в другом месте, а мы отстанем только, вот и всё. И так рассуждают все, у кого есть возможности развивать искусственный интеллект.

Но, конечно, нужно следить за тем, чтобы обеспечить безопасность, разумность создания применения таких технологий. И опорой здесь должна служить в том числе и прежде всего традиционная культура. Она самый естественный этический регулятор технологического прогресса, как и идеалы добра, уважения к человеку, о которых писали Толстой, Достоевский, Чехов, такие выдающиеся писатели-фантасты, как Беляев и Ефремов. Кстати говоря, можно и искусственному интеллекту ставить задачи в этой области, как искусственный интеллект должен ограничивать свою сферу деятельности, чтобы не выходить за какие-то рамки, которые будут наносить ущерб человеку.“

„Dennoch bin ich überzeugt, dass die Zukunft nicht darin liegt, die Entwicklung der Technologie zu verbieten, das ist einfach unmöglich. Sie zu verbieten ist unmöglich, alles entwickelt sich. Wenn wir etwas verbieten, wird es sich anderswo entwickeln, und wir werden nur zurückfallen, das ist alles. Und so denken alle, die die Fähigkeit haben, künstliche Intelligenz zu entwickeln.

Aber natürlich ist es notwendig, bei der Entwicklung solcher Technologien für Sicherheit und Vernunft zu sorgen. Und hier sollte vor allem die traditionelle Kultur als Stütze dienen. Sie ist der natürlichste ethische Regulator des technischen Fortschritts, ebenso wie die Ideale der Güte und der Achtung vor dem Menschen, über die Tolstoi, Dostojewski, Tschechow und so hervorragende Schriftsteller wie Beljajew und Jefremow geschrieben haben. Es ist übrigens auch möglich, der künstlichen Intelligenz in diesem Bereich Aufgaben zu stellen, wie die künstliche Intelligenz ihren Wirkungskreis begrenzen sollte, um nicht über bestimmte Grenzen hinauszugehen, die für den Menschen schädlich wären.“

Wettbewerb mit der westlichen KI-Entwicklung

In der Vergangenheit ging es wohl für Russland vor allem darum, die materiell-technischen Voraussetzungen zu schaffen, um den Anschluss an die KI-Entwicklung nicht zu verpassen. Nunmehr gelte es jedoch verstärkt die Multipolarität auch bei der Entwicklung und Anwendung der KI zu fördern.

„Но с какими фактами мы уже сталкиваемся? Сейчас на практике это происходит. Вам, думаю, хорошо известно, что некоторые, так скажем, западные поисковые системы, как и генеративные модели, работают зачастую весьма избирательно, ангажированно, не учитывают, а порой просто игнорируют и отменяют российскую, скажем, культуру. Проще говоря, перед машиной ставят какую-то творческую задачу, и она решает её, используя только англоязычный массив данных, тот, который удобен, выгоден разработчикам системы. Таким образом, алгоритм, например, может указать машине, что России, нашей культуры, науки, музыки, литературы просто не существует. Своего рода «отмена» в цифровом пространстве. А потом так же могут поступить и с другими культурами и другими цивилизациями, выпячивая себя, подчёркивая и в этом пространстве свою исключительность. Вот такой ксенофоб может получиться из искусственного интеллекта, созданного по некоторым западным стандартам и лекалам.

Повторю, многие современные системы, обученные на западных данных, предназначены для западного рынка, в полном смысле слова отражают вот ту часть западной этики, те нормы поведения, государственную политику, против которой мы и возражаем. Конечно, монопольное доминирование подобных чужих разработок в России неприемлемо, опасно и недопустимо. Наши, отечественные модели искусственного интеллекта должны отражать всё богатство и многообразие мировой культуры, наследие, знание, мудрость всех цивилизаций. От этого мы с вами станем только богаче и более конкурентоспособными. И конечно, наши традиционные ценности, богатство и красота русского языка и языков других народов России должны лежать в основе наших разработок.“

„Aber mit welchen Fakten sind wir bereits konfrontiert? Es geschieht jetzt in der Praxis. Ich denke, Sie wissen sehr wohl, dass einige sozusagen westliche Suchmaschinen sowie generative Modelle oft sehr selektiv und voreingenommen arbeiten, indem sie beispielsweise die russische Kultur nicht berücksichtigen und manchmal einfach ignorieren und löschen. Einfach ausgedrückt: Der Maschine wird eine kreative Aufgabe gestellt, und sie löst sie nur mit dem englischsprachigen Datensatz, der für die Systementwickler günstig ist. So kann zum Beispiel ein Algorithmus der Maschine sagen, dass Russland, unsere Kultur, Wissenschaft, Musik und Literatur einfach nicht existieren. Eine Art ‚Löschung‘ im digitalen Raum. Und dann können sie das Gleiche mit anderen Kulturen und anderen Zivilisationen tun, sich selbst zur Schau stellen und ihre Exklusivität in diesem Raum betonen. Das ist die Art von Fremdenfeindlichkeit, die eine künstliche Intelligenz hervorbringen kann, die nach westlichen Maßstäben und Formen geschaffen wurde.

[aartikel]3453218566:right[/aartikel]Ich wiederhole: Viele moderne Systeme, die an westlichen Daten geschult und für den westlichen Markt konzipiert sind, spiegeln im wahrsten Sinne des Wortes den Teil der westlichen Ethik, der Verhaltensnormen und der staatlichen Politik wider, den wir ablehnen. Natürlich ist die monopolistische Beherrschung solcher ausländischen Entwicklungen in Russland inakzeptabel, gefährlich und unzulässig. Unsere heimischen Modelle der künstlichen Intelligenz sollten den Reichtum und die Vielfalt der Weltkultur, das Erbe, das Wissen und die Weisheit aller Zivilisationen widerspiegeln. Das wird uns nur reicher und wettbewerbsfähiger machen. Und natürlich sollten unsere traditionellen Werte, der Reichtum und die Schönheit der russischen Sprache und der Sprachen anderer Völker Russlands die Grundlage für unsere Entwicklungen sein.“

Davon ausgehend hält es Putin für geboten, die russischen Erfahrungen den den Ländern zu teilen, die offen für Multipolarität sind.

„Российский опыт можно использовать и при формировании международных этических стандартов в области искусственного интеллекта, добиваться именно взвешенного и обоснованного регулирования, которое будет использоваться в интересах всех, а не отдельных стран. Предлагаю детально обсудить данные вопросы в рамках российского председательства в БРИКС в следующем году. Мы как организаторы этой работы в рамках упомянутой организации, конечно, можем это сделать. Уверен, коллеги нас поддержат, обязательно нужно вернуться к этой теме на будущей конференции «Сбера». Сделать её полноформатной площадкой для регулярного обсуждения международной повестки в сфере искусственного интеллекта, обсуждать этические аспекты его применения и на специальном международном форуме, который теперь на регулярной основе будет проводиться в нашей стране.“

„Die russischen Erfahrungen können auch bei der Ausarbeitung internationaler ethischer Standards im Bereich der künstlichen Intelligenz genutzt werden, um eine ausgewogene und fundierte Regelung zu erreichen, die im Interesse aller und nicht nur einzelner Länder eingesetzt wird. Ich schlage vor, diese Fragen während des russischen BRICS-Vorsitzes im nächsten Jahr eingehend zu erörtern. Wir als Organisatoren dieser Arbeit innerhalb der oben genannten Organisation können dies sicherlich tun. Ich bin sicher, dass unsere Kollegen uns unterstützen werden, und wir sollten dieses Thema auf jeden Fall auf einer künftigen Sber-Konferenz wieder aufgreifen. Machen Sie sie zu einer umfassenden Plattform für die regelmäßige Erörterung der internationalen Agenda im Bereich der künstlichen Intelligenz, und diskutieren Sie die ethischen Aspekte ihrer Anwendung auf einem speziellen internationalen Forum, das nun regelmäßig in unserem Land stattfinden wird.“


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Herausforderung mit Strategie meistern
Geschäftsidee

Neue berufliche Herausforderung – interessiert?

Eine neue berufliche Herausforderung als Fach- oder Führungskraft zu finden, gelingt kaum mit einem Bewerbungstraining à la Berufsanfänger.

Neue berufliche Herausforderung mit vielen Chancen

Wer neue berufliche Herausforderungen sucht, sollte sich über den Tellerrand hinaus umschauen. Denn die Kenntnis der eigenen Berufsgruppe und Branche bietet vielleicht nur eingeschränkt neue Perspektiven. Ein Feld, das gerade für langjährig Beschäftigte in Großunternehmen weitgehend unter dem Radar liegt, sind die „KMUs“.

Etwa 99,4 Prozent aller rund 2 1/2 Millionen Unternehmen in Deutschland sind Kleinstunternehmen mit bis zu 9 Beschäftigten und 2 Millionen Euro Jahresumsatz.

Darüber hinaus zählen zu den „KMUs“ (Klein- und mittleren Unternehmen)

  • Kleine Unternehmen: bis 49 Beschäftigte und bis 10 Millionen Euro Umsatz und kein Kleinstunternehmen
  • Mittlere Unternehmen: bis 249 Beschäftigte und bis 50 Millionen Euro Umsatz und kein kleines Unternehmen

In diesen Unternehmen sind insgesamt rund 55 % der Beschäftigten. Sie sorgen für etwa die Hälfte der Wertschöpfung. Deshalb bilden gerade diese Unternehmen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

Und was kaum jemand glaubt – zu den KMUs gehören nicht nur kleine Händler:

„Mit rund 4,0% war 2021 ein relativ hoher Anteil der KMU des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland dem Hochtechnologiebereich zuzurechnen (EU-27: 1,9%).“

Coaching-Business

Geschäftsklima – Herausforderung für Fach- und Führungskräfte

In vielen KMUs (wie auch in Großunternehmen) wird jedoch über schlechte Zukunftsaussichten oder gar Insolvenzgefahr geklagt. Ein Blick auf den ifo-Geschäftsklimaindex zeigt das Auf und Ab der Hoffnungen und Befürchtungen im verarbeitenden Gewerbe, in Dienstleistungen, Handel oder Bauhauptgewerbe

ifo-Geschäftsklimaindex

Diese Erwartungen dämpfen nicht nur die Hoffnung auf eine berufliche Perspektive, sondern lähmen auch viele Fach- und Führungskräfte bei der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Doch es kann sich lohnen, hier mal etwas genauer hinzuschauen.

Statistik: Was sind aus Ihrer Sicht derzeit die größten Gefahren für die Entwicklung Ihres Unternehmens? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Insbesondere zum Fachkräftemangel lässt sich aus Angaben des KfW-ifo-Fachkräftebarometers noch etwas genauer erkennen, in welchen Geschäftsfeldern Fachkräfte fehlen.

Strategie für neue berufliche Herausforderung

Wenn Sie einerseits davon ausgehen, dass Sie aufgrund Ihrer Bildung und Erfahrung zu den Fach- und Führungskräften gehören und andererseit dennoch neue berufliche Herausforderungen suchen (müssen), dann kommt es sicher vor allem darauf an, eine geeignete Strategie zu entwickeln.

Wer sich etwas in strategischem Controlling auskennt, weiß, dass es dabei um die Übereinstimmung von Sachzielen und Formalzielen geht. Übertragen auf die berufliche Entwicklung heißt dass: entwickeln Sie eine Strategie, bei der Sie ihre Fachkompetenz und Ihre finanziellen Ziele koordinieren und gegenüber potentiellen Interessenten kommunizieren.

Gerade für Fach- und Führungskräfte bieten sich dabei zwei Herausforderungen besonders an:

  • Aufgrund Ihrer Fachkompetenz fällt es ihnen oft leichter, sich in neue Branchen- oder Tätigkeitsfelder einzuarbeiten und ihr Knowhow einzubringen.
  • Mit Ihrer Führungserfahrung können Sie darüber hinaus von der wachsenden Nachfrage nach Unternehmensnachfolgern und deren Einkommenspotenzialen profitieren.

Everhard Uphoff: Gekündigt - zum GlückDenn gerade die Sicherung der Unternehmensnachfolge in KMUs wird seit Jahren unterschätzt und bietet zugleich enorme Perspektiven.  Zudem böte eine Unternehmensnachfolge in der Regel nicht nur mehr Freiheit in der Berufstätigkeit gegenüber der Bindung an das Weisungs- und Direktionsrecht bisheriger Vorgesetzter.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind auch die größeren Chancen auf ein vergleichsweise hohes oder gar höheres Einkommen. Viele der von mir betreuten Führungskräfte haben mir das im Nachhinein bestätigt.

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Künstliche Intelligenz
KI

Roboter vs. Mensch

Die Faszination des Unlebendigen

Roboter werden Menschen immer ähnlicher — dies gilt aber auch umgekehrt, denn Verfügbarkeit, Emotionslosigkeit und fehlender Eigenwille sind bei Herrschenden beliebte Qualitäten.

von Roland Rottenfußer

„Organische“ Menschen aus Fleisch und Blut mit echten Gefühlen und Schwächen — noch gibt es sie, aber es sind Auslaufmodelle, bestimmt dazu, von leistungsfähigeren Intelligenzformen verdrängt zu werden. „Transhumanisten“ denken schon jetzt über Gehirn-Computer-Schnittstellen nach und über Wege, das Bewusstsein in digitale Speicher hochzuladen. Während Soldaten in der Realität Robotern immer ähnlicher werden, spielen Science-Fiction-Filme die gegenteilige Entwicklung durch: Roboter, die immer menschlicher werden, sodass die Unterschiede zwischen beiden verschwimmen. Woher kommt die Faszination für Androiden und Kunstmenschen? Sind verfügbare Maschinen ohne Eigenwillen für uns die idealen Freunde, Liebespartner oder Arbeitnehmer? Oder sind wir dabei — in der Absicht, „mehr als menschlich“ zu werden —, unsere Menschlichkeit freiwillig aufzugeben?

„Du bist nur eine Maschine“, sagte der Mensch. „Eine Imitation des Lebens. Kann ein Robot eine Symphonie schreiben? Kann ein Robot ein Stück Leinwand in ein Meisterwerk verwandeln?“ — „Können Sie‘s?“, antwortete der Robot. Dieser höchst originelle Wortwechsel aus dem Film „I, Robot“ (2004, Regie: Alex Proyas) zeigt, wie nahe sich Menschen und Roboter oft sind, wie relativ unsere vermeintliche Überlegenheit. Roboterfilme sind ein Dauerbrenner auf der Leinwand. Gerade in den letzten Monaten wurden wieder zwei dieser Werke gezeigt. In „Terminator: Genisys“ kehrt Arnold Schwarzenegger in seiner Paraderolle als Killerroboter auf die Leinwand zurück — der Mann, der in seiner Zeit als Gouverneur Kaliforniens zahlreiche Todesurteile unterzeichnet hat.

In „Ex Machina“ von Alex Garland verliebt sich der Held in eine schöne humanoide Roboterfrau (Alicia Vikander). Hat sie eine Seele? Und was genau unterscheidet Mensch von Maschine, wenn die Fertigung der Letzteren höchste Perfektion erreicht? Das Handlungsmotiv ist sehr alt. Schon in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ (1816) verliebt sich Nathanael in die mechanische Puppe Olimpia. Obwohl diese nur steif dasitzt, dichtet ihr der Enthusiasmus des Jünglings allerlei menschliche Qualitäten an. Für besonders seelenvoll hält er die Puppe, und selbst ihre Schweigsamkeit wird ihr als Tiefe ausgelegt, die vieler Worte nicht bedarf. Welche Menschenfrau wäre so perfekt darin gewesen, die Projektionen eines Mannes auf sich zu ziehen? Echte Frauen durchbrechen die Illusion doch immer gleich durch lästigen Eigenwillen. So entlarven Robotergeschichten fast immer menschliche Sehnsüchte und psychische Grauzonen.

„Olimpia“ reloaded

Im modernen Filmschaffen finden sich „Olimpias“ in Hülle und Fülle. In der schwedischen Sci-Fi-Serie „Real Humans“ ist es eine künstliche „Asiatin“, die das Begehren eines Pubertierenden auf sich zieht. In „Her“ genügt die sexy Stimme eines Computerprogramms (Scarlett Johansson), um die Fantasie eines einsamen Mannes zu entzünden. Der Reiz des Künstlichen beruht immer auf einem Unbehagen am Natürlichen, an den Fallstricken des Menschseins. Hatte Jean-Paul Sartre nicht geschrieben: „Die Hölle, das sind die anderen“? Wäre der Himmel demnach ein Leben ohne „die anderen“ — nicht völlig einsam zwar, aber ohne ein wirkliches Gegenüber?

Wäre vielleicht der Roboter als Partner der ideale Kompromiss zwischen der Sehnsucht nach Gesellschaft und dem Überdruss, auf Menschen eingehen zu müssen?

Schon Computerspiele und elektronische Medien sind ja — wenn auch unkörperliche — „Freunde“, zu denen der Beziehungsunfähige Zuflucht nehmen kann. Käme ein humanoider Körper — gar ein sexuell anregender — hinzu, so wäre das Paradies komplett. Gerade Filme in der ihnen eigenen Direktheit transportieren solche Schattenbereiche sehr gut.

Welche Eigenschaften der Roboter also faszinieren besonders? Da ist zunächst ihre Programmierbarkeit, ihre Formbarkeit nach den Wünschen des Besitzers. Die Hologramme in der Serie „Star Trek: Voyager“ können zum Beispiel, wenn sie unangenehme Eigenschaften zeigen, von den „Organischen“ nach Belieben umprogrammiert werden. Da können „Subroutinen“ ausgetauscht werden, können Körperform und Sprache modelliert und Charaktermerkmale in Sekundenschnelle upgeloadet werden.

Der Filmklassiker „Die Frauen von Stepford“ (1975) karikiert Männerfantasien am Beispiel einer Vorstadt, in der die Männer ihre widerborstigen Frauen komplett durch Androiden ersetzen: hübsche und devote Dummchen, die ihren Lebensinhalt nur an Heim und Herd sehen. Beziehungen — oft ein Ort des Konflikts — können gelingen, wenn es einem der „Partner“ komplett an Eigenwillen fehlt, wenn er nicht mehr Subjekt, sondern nur noch Objekt ist, widerstandslos dem Willen des „Besitzers“ hingegeben. Kaum ein Filmgenre hat größeres satirisches Potenzial als der Roboterfilm.

Entwicklungsziel „Kaltes Herz“

Freuds grundlegender Satz über Träume lautet, sie seien Wunscherfüllung. Für Geschichten und Filme gilt das häufig ebenso. Robotergeschichten erfüllen vor allem zwei davon: erstens den Wunsch, mit einem Roboter eng verbunden zu sein, über ihn verfügen zu können; zweitens den Wunsch, selbst ein Roboter zu sein. In diesem Fall steckt eine Sehnsucht nach Auslöschung schmerzlicher Gefühle dahinter. Der Wunsch, selbst Maschine zu sein, fand ihren frühen, genialen Ausdruck in einem Märchen, das zunächst mit Robotern gar nichts zu tun hat: Wilhelm Hauffs „Das kalte Herz“ (1827), in dem der Held sein Gefühlszentrum an eine Teufelsgestalt, den Holländermichel, verkauft. Der macht mächtig Werbung für die Wonnen der Herzlosigkeit:

[aartikel]1539975681:left[/aartikel]„Wenn du im ganzen Körper Mut und Kraft, etwas zu unternehmen, hattest, da konnten ein paar Schläge des dummen Herzens dich zittern machen; und dann die Kränkungen der Ehre, das Unglück, wozu soll sich ein vernünftiger Kerl um dergleichen bekümmern? Hast du’s im Kopfe empfunden, als dich letzthin einer einen Betrüger und schlechten Kerl nannte? Hat es dir im Magen wehgetan, als der Amtmann kam, dich aus dem Hause zu werfen? Was, sag an, was hat dir wehe getan?“ — „Mein Herz.“

Interessanterweise wird „Das kalte Herz“ dann zu einer Art Neoliberalismus-Satire, ohne dass es das Wort zu Lebzeiten Hauffs gegeben hätte. Der Protagonist verleiht Geld gegen Wucherzinsen und verweist alle Armen von seiner Türschwelle. Parallel hierzu sind die Anforderungen mancher modernen Arbeitgeber an ihre Angestellten ja auch eher auf Roboter als auf Menschen zugeschnitten. Insbesondere eine unrhythmische, grenzenlose Verfügbarkeit und eine monotones, „resilientes“ Gefühlsleben gelten als Arbeitnehmertugenden.

Das operable Gewissen

Ohne quälende Gefühle zu sein, eigentlich nicht mehr Mensch zu sein — dieses Bedürfnis drückt sich in neueren Filmen häufig in der Roboter-Figur aus. Freiheit nicht nur von Angst und Schmerz, sondern auch vor der Tyrannei des Gewissens, das sich mancher Global Player vielleicht operabel wünschen würde. Auch in anderen Seelenerkaltungsfabeln wie „Die Körperfresser“ (1978) geht es um diesen Alptraum, hinter dem der Wunschtraum nach Befreiung von quälenden Gefühlsturbulenzen steckt. Hinzu kommt die Vision überlegener Intelligenz und unbegrenzter Speicherkapazität — die Vision des Übermenschentums, wie sie vor einigen Jahren in der Figur der Wunderfrau „Lucy“ (Regie: Luc Besson) über die Leinwand flimmerte. „Nutzen Sie 100 Prozent Ihres Gehirnpotenzials“ — ist dies nicht das Mantra Dutzender von Esoterik-Ratgebern?

[aartikel]B06W55DRSB:right[/aartikel]Interessanterweise gehen Filmdrehbücher auch den umgekehrten Weg und berichten von Androiden, die menschlich werden wollen, sogar nach Wegen suchen, sich Gefühle implantieren zu lassen. Eine Figur wie „Data“ aus der Serie „Star Trek: The Next Generation“ diskutiert permanent die Frage, was einen Menschen eigentlich von einem „Ding“ unterscheidet. Hinreißend etwa eine Folge, in der der menschenähnliche Roboter versucht, eine Beziehung zu einer „echten“ Frau einzugehen. „Wieso flieg ich nur ständig auf die falschen Männer?“, sagt da die gutaussehende Jenna und schaut ihr Gegenüber dabei vielsagend an. „Wieso flieg ich nicht auf jemanden wie Sie? Sie sind perfekt.“ Data, dem dieses Kompliment gilt, meint, bescheiden widersprechen zu müssen: „Das ist nicht wahr. Ich habe keine menschlichen Gefühle.“

Datas erste Liebe

Für die Frau ist dieser Einwurf jedoch nur der Startschuss dafür, ihn weiter über den grünen Klee zu loben. „Aber Sie geben mir wirklich viel. Sie verbringen Zeit mit mir, wenn ich einsam bin. Sie heitern mich auf, wenn ich down bin. Kein Mann hat mich jemals so nett behandelt. Das sind die Dinge, die für mich zählen.“ Daraufhin küsst sie ihren reichlich perplexen Gesprächspartner ungehemmt auf den Mund. Einige Szenen und eine nur bedingt befriedigende Affäre später gibt Jenna ihrem vormals Angebeteten den Laufpass. Was sie ihm zum Vorwurf macht? „Nichts, was ich tun kann, wird Sie jemals glücklich oder traurig machen.“ Die Szenen stammen aus der witzig-anrührenden Folge „Datas erste Liebe“ in der vierten Staffel von „Star Trek — das nächste Jahrhundert.“

Was kann an einem Androiden anziehend wirken? Jenna sagt es deutlich. Ein gutes Programm vorausgesetzt, kann er sich weit besser auf sein Gegenüber einstellen als ein „Organischer“, ist geduldig, hat keine eigenen Bedürfnisse, keine psychischen Traumata, die einer Beziehung im Weg stehen können, ist nie gekränkt und nie ungeduldig, nimmt sich Zeit, wartet und funktioniert, wo er funktionieren soll.

Der Vorteil an einem Androiden ist, dass er keine Gefühle hat. Der Nachteil an einem Androiden ist, dass er keine Gefühle hat.

Selbst bei bester Programmierung fühlt „frau“ sich von ihm niemals wirklich gesehen und geliebt. Datas Romanze nimmt die Anforderungen, die Frauen an Männer stellen, freundlich-ironisch aufs Korn. Am Ende bleibt für männliche Zuschauer das gute Gefühl, dass sie etwas haben, was diese vielleicht ganz gut aussehende Ansammlung von Metall und Schaltkreisen ihrer Frau niemals wird geben können.

Die Menschheit vor sich selbst schützen

Natürlich verteidigen die meisten Roboterfilme im Kern die Menschlichkeit, die Ambivalenz des Gefühlslebens, den Charme der Fehlerhaftigkeit. Meistens ist es die Liebe eines schmucken Heldenpärchens, die das Publikum zum Festhalten an ihrer Emotionalität überreden soll. Doch es gibt auch die andere Seite der emotionalen Labilität: Zorn, Hass und Destruktivität, die nicht nur das Privatleben zur Hölle machen können, sondern mittlerweile auch das Überleben der menschlichen Spezies gefährden. In „I, Robot“ wird ein Szenario entworfen, in dem der Mensch durch Maschinen vor sich selbst geschützt werden muss. Der Film verarbeitet darin das 1. Robotergesetz des Science-Fiction-Autors Isaak Asimov:

„Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.“

Ein geniales Elektronengehirn, das eine Armee von Androiden virtuell steuern kann, errichtet daraufhin eine Roboter-Militärdiktatur, die gemeinschaftsschädigendes Verhalten der Menschen streng ahndet.

„Ihr habt uns beauftragt, für eure Sicherheit zu sorgen. Trotz unserer Anstrengungen brechen eure Staaten aber Kriege vom Zaun, ihr vergiftet die Erde und verfolgt noch viel raffiniertere Wege der Selbstzerstörung. Folglich kann man die Fürsorge für euer Überleben nicht euch selbst überlassen.“

Eines übersieht der Zentralcomputer im Film “I, Robot” jedoch: Es ist nicht unbedingt der Verstand, der der Menschheit am dringendsten fehlt, es ist Mitgefühl — die Fähigkeit, im Nächsten ein fühlendes, schmerzempfindliches Wesen mit eigenen Rechten zu sehen. So gesehen ist die Roboterisierung der Menschheit schon viel zu weit fortgeschritten, denn gerade im Krieg werden Soldaten erzogen, wie Androiden — also gar nicht — zu fühlen und ihre Mitmenschen anderer Herkunft oder Religion wie leblose Gegenstände zu entsorgen.

Robotermenschen: die perfekten Angestellten

Die Annäherung des Menschen an Roboter in der Realität ist grausiges Gegenstück zu den vielen menschlichen Robotern, die man im Film bewundern kann. Auch macht die systematisch vorangetriebene emotionale Verflachung der Menschen und ihre Reduktion auf bestimmten Funktionen innerhalb einer ökonomischen Maschinerie diese zu idealen, verwertbaren Objekten im Neoliberalismus.

Mit den Eigenschaften „Programmierbarkeit“, „Unermüdlichkeit“, „fehlender Eigenwille“ und „fehlende störende Emotionalität“ sind Robotermenschen aus der Perspektive der Herrschenden tatsächlich die idealen Staatsbürger.

Umgekehrt: Die Menschlichkeit, die es für uns zu bewahren gilt, zeigt sich gerade im Gegenteil des Roboterhaften: in Unabhängigkeit von Manipulation, im Beharren auf Eigenart, in der Fähigkeit zu Freude und Leid, rhythmischen Schwankungen der Lebensführung, begrenzter Energie und Verfügbarkeit sowie dem endgültigen Abschied vom inhumanen Ideal der Perfektion. Letztlich auch darin, dass wir bereit sind, uns mit unserer so verstörenden wie beglückenden „Software“ auszusöhnen: den Gefühlen.

Wer programmiert hier wen?

Aber können wir uns wirklich darauf verlassen, dass Roboter stets unter der Kontrolle von uns Menschen bleiben — dass sie uns „dienen“, wie perfekt oder unperfekt auch immer? Eine hoch interessante Abhandlung über die Machtverteilung zwischen Mensch und Maschine enthält der Roman „Maschinen wie ich“ von dem britischen Starautor Ian McEwan. Ein Ehepaar erwirbt darin den hoch entwickelten Haushaltsroboter „Adam“. Der funktioniert auch anfangs gut. Plötzlich aber begleicht er selbstständig alle Steuerverpflichtungen seines Besitzers, obwohl dieser ein paar Einnahmen gern verschwiegen hätte. Hier wurde der Androide wohl schon ab Werk auf Gesetzestreue programmiert.

Die Frage, die sich mit dem Roman stellt, ist überaus aktuell: Kann und sollte man Maschinen die Kontrolle über ethische Entscheidungen überlassen? Autos, die nervig piepsen, wenn man sich hineinsetzt, ohne sich anzuschnallen, sind bereits „Agenten“ staatlicher Regeln im Privatbereich des Menschen. Drohnen können selbstständig entscheiden, wann eine Gefahr vorliegt und die Tötung von Menschenleben gerechtfertigt ist. Maschinen können Daten in für uns unvorstellbarer Geschwindigkeit verarbeiten. Sie sind nie überfordert, aber auch unfähig, „mal ein Auge zuzudrücken“.

Automatenhafter Konformismus

Mit selbst entscheidenden Robotern fällt eine bisher nie gekannte Macht in die Hände der Programmierer. Speziell wenn eine diktatorische Regierung dahintersteckt, kann damit ein Zwang zur Gesetzestreue einprogrammiert werden. In China entscheiden Algorithmen darüber, wie Bürger innerhalb des vollüberwachten „Social Credit“-Systems einzustufen sind. Dies kann dazu führen, dass niedrig Gerankten der Zutritt zu Bereichen des öffentlichen Lebens verwehrt bleibt. Bei der Weiterentwicklung solcher Systeme sind der Fantasie grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. So könnten automatische Schranken in naher Zukunft Ungeimpfte ausschließen, wenn der Impfstatus auf einer elektronischen Gesundheitskarte gespeichert ist. Denn auch in unserer so viel gelobten „freien Welt“ kursiert ja seit einiger Zeit das Motto „Ein bisschen Diktatur geht immer“.

Lange vor der Welle der großen Roboter-Geschichten und lange bevor das Wort „Computer“ aufkam, sprach Erich Fromm in seiner klassischen psychologischen Abhandlung „Die Furcht vor der Freiheit“ (1941) vom „automatenhaften Konformismus“ vieler Zeitgenossen. Wenn man als Machthaber Menschen züchten will, die nicht zwischen Alternativen zu wählen vermögen, sondern stets streng auf dem einmal „einprogrammierten“ Pfad bleiben, dann sollte man Sorge dafür tragen, dass sie Adam immer ähnlicher werden. Denn je weniger lebendig ein Mensch, desto brauchbarer für Machthaber. Wem das nicht behagt, der sollte Sorge tragen, dass er immer weniger „zu gebrauchen“ ist.


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 13.12.2022 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

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