Influencer - Steuern
Recht

Steuern für Influencer

Bist du Influencer oder Content Creator? Weißt du, welche steuerlichen Folgen das für dich hat? Wann interessiert sich das Finanzamt dafür?

Steuern für Influencer – ein Ratgeber

Dominik Fuhrmann und Annette Winkler haben bei Wolters Kluver einen Ratgeber veröffentlicht: „Ich bin Influencer: Steuern leicht gemacht für selbstständige Content Creator und Influencer“

Er beginnt mit einem einen Einstieg in die steuerlichen Verhältnisse eines Influencers. Anhand zahlreicher FAQs können sie sich dort orientieren, welche Fragen für Influencer steuerlich unbedingt zu beachten sind. Die Antworten darauf enthält dann der ausführliche Hauptteil.

Viele Influencer denken, dass ihre Online-Tätigkeit nur Hobby sei, mit der sich das Taschengeld aufbessern lasse. Hier liegt eine gefährlicher Trugschluss vor!

Wird mit dem einen eigenen Blog oder Social-Media-Account kein Geld verdient wird, bleibt es tatsächlich bei einer Privatsache. Dafür interessiert sich das Finanzamt auch nicht.

Wer jedoch mit seiner Tätigkeit im Internet als Affiliate, Influencer oder Content Creator Geld verdient, wird gleich mehrfach steuerpflichtig. Ob das Geld für diese Aktivitäten als Honorar für Beiträge, als Provision für Partnerprogramme wie Google Adsense, als Geschenke zufließt oder sie kostenlose Produkte als „Muster“ zur Kommentierung und Bewertung erhalten – alles ist einkommen-, umsatz- und gewerbesteuerlich zu prüfen.

Denn als Affiliate, Influencer und Content Creator wird man in den meisten Fällen „ganz normaler“ Selbstständiger oder gewerblicher Unternehmer. Ob der Verdienst aus dieser selbstständigen Tätigkeit ganz oder nur teilweise für den Lebensunterhalt ausreicht, ist zunächst nicht entscheidend.

Steuerlich wichtige Fragen

In der Ankündigung des Ratgebers auf Amazon werden einige der häufig von Influencern gestellten Fragen genannt:

  • Ab wann muss ich Steuern zahlen?
  • Kann ich ein Gewerbe als Influencer/Influencerin anmelden, wenn ich noch nicht volljährig bin?
  • Gibt es für mich die Möglichkeit, mich günstig über die Künstlersozialkasse zu versichern?
  • Muss ich immer eine Einkommensteuererklärung abgeben?
  • Wie soll ich meine Belege ordnen?
  • Ein Geschenk ist keine Einnahme, oder?
  • Ich mache Werbung für ein Hotel und darf dafür dort kostenlos übernachten. Habe ich eine Einnahme?
  • Welche Kosten kann ich absetzen, wenn ich mit meinem Auto zu einem Shooting fahre?
  • Kann ich die Kosten immer abziehen, wenn ich etwas für meine Influencertätigkeit benutze?
  • Ich bekomme für meine Storys Produkte, die ich behalten darf. Muss ich für die auch Umsatzsteuer zahlen?
  • Ist es gut für mich, Kleinunternehmer zu sein?
  • Mein Kooperationspartner ist in einem anderen Land der EU. Muss ich dann was bei meiner Rechnung beachten?

Dominik Fuhrmann und Annette Winkler: Ich bin InfluencerDas gesamte Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe gibt es bei Steuertipps. Mit einem Klick auf das Bild, kannst du den Ratgeber auch gleich bestellen.

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DISARM Überwachung
Recht

DISARM – Sie werden überwacht

DISARM verspricht Ihnen Sicherheit und Schutz vor Desinformation. Wollen Sie das? Und wie erfüllt DISARM diese Versprechen?

DISARM Foundation – unerschrocken gegen Desinformation

In den letzten Wochen warnen Politiker und Medien verstärkt vor Desinformationen im Internet und Cyberkriminalität.

So zitiert die Bundesregierung auf ihrer Webseite:

„Kanzler Scholz in seiner Rede zu ’85 Jahre Pogromnacht‘ am 9. November 2023

‚Nie wieder: Das gilt nicht nur auf den Straßen und Plätzen unseres Landes, sondern auch im Netz, wo gezielte Falschmeldungen besonders junge Menschen erreichen, wo Weltbilder geformt, aber eben auch deformiert werden. Es ist gut, dass die Europäische Kommission die neuen rechtlichen Möglichkeiten gegenüber großen Onlineplattformen, die wir mit dem Digital Services Act gemeinsam geschaffen haben, energisch nutzt. Verstöße der Plattformbetreiber soll Europa ahnden. Das ist richtig und nötig, denn systematische Desinformation und menschenverachtende Hetze gefährden die Basis unserer Demokratie.'“

Und natürlich ist auch die Europäische Union (EU) besorgt um unseren Schutz vor Desinformation und lässt uns wissen:

„Wie Desinformation bekämpft werden kann

Das Europäische Parlament setzt sich gegen Desinformation ein

Wie die EU Desinformation bekämpft, das Phänomen der Desinformation in Europa und Desinformationskampagnen gegen die EU“

Der beste Schutz vor Desinformation scheint in Zensur zu bestehen. Laut Duden gilt als Zensur:

„von zuständiger, besonders staatlicher Stelle vorgenommene Kontrolle, Überprüfung von Briefen, Druckwerken, Filmen o. Ä., besonders auf politische, gesetzliche, sittliche oder religiöse Konformität“

Wer nicht allzu vergesslich ist, erinnert sich vielleicht noch, dass die Bundesregierung auf Anfragen von den NachDenkSeiten 2022 zugeben musste, wie sie eine „konzertierte Aktion zur Informations-Zensur in Bezug auf die Berichterstattung zum Ukraine-Krieg“ geführt hat.

Oder: Die „Corona-Impfung“ diene dem eigenen Schutz und dem Schutz vor Übertragung der Krankheit – wer das Gegenteil behauptet „schwurbelt“, betreibt Desinformation. Inzwischen gab die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zu, „dass von Beginn an klar war, dass die COVID-19-Impfstoffe nur dem Schutz der geimpften Person und nicht dem Fremdschutz dienen.

Was können wir also vom staatlich geführten Kampf gegen Desinformation erwarten?

Seit einigen Jahren gibt es dafür ein internationales Netzwerk, das uns nun immer offensiver vor Desinformation, Hassreden Extremismus u. ä. „schützen“ will. Die „Führung“ liegt bei der DISARM Foundation. In ihrer Selbstdarstellung heißt es:

„DISARM ist ein offener Rahmen für alle, die im Kampf gegen Desinformation zusammenarbeiten

Die Verringerung der erheblichen Risiken und Schäden für die Menschheit erfordert eine immer bessere Zusammenarbeit über Disziplinen und Grenzen hinweg. DISARM ist hier, um zu helfen.

Jüngste Veröffentlichungen des NATO/EU European Centre of Excellence for Countering Hybrid Threats (Hybrid CoE), der EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA), des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) und der Foundation for Defending Democracy (FDD) befürworten den Einsatz von DISARM als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Reaktion. DISARM wurde als Teil des offiziellen Datenaustauschsystems über Desinformation zwischen der US-Regierung und der Europäischen Union akzeptiert.“

Bob Bishop, forensischer Ermittler und Wirtschaftsprüfer analysierte am 19. 01. 2024 auf dem Blog von Larry C. Johnson, was sich hinter der Foundation und ihren Aktivitäten verbirgt. Mit seiner Erlaubnis folgt hier eine Übersetzung seiner Analyse.

Beginn der Übersetzung (Hervorhebungen, Videos, Grafiken und Links wie im Original):

DISARM ist ein dystopisches globales Überwachungsinstrument zur Identifizierung, Katalogisierung und Bekämpfung von Fehlinformationen.

Die Hauptrednerin der Jahreskonferenz 2024 des Weltwirtschaftsforums in Davos war Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission. Sie erklärte, das größte globale Risiko für die EU sei Desinformation und Fehlinformation. Sie erklärte, Desinformation zerstöre das Vertrauen und schränke die Fähigkeit ein, „die großen globalen Herausforderungen anzugehen“. Im Klartext: Vertrauen kann nur durch die Zensur unbequemer Fakten und Beweise wiederhergestellt werden. Im Folgenden finden Sie einen kurzen Clip (1:39), der ihre Desinformationspredigt verdeutlicht.

Das größte Risiko im WEF-Bericht über globale Risiken 2024 ist die Desinformation. Wenn sie nicht kontrolliert wird, werden Gesellschaften polarisiert, Wahlen werden gestört, und es wird Misstrauen gegenüber den Medien und Regierungen herrschen. Das WEF will die freie Meinungsäußerung kontrollieren, um sie zu schützen, sonst wird der soziale Zusammenhalt zerstört, was zu zivilen Unruhen führt. Nur Regierungen können über die Wahrheit entscheiden. Orwells 1984 ist zu einem Dokumentarfilm geworden.

Als größtes globales Risiko für die nächsten zwei Jahre werden sowohl ausländische als auch inländische Akteure Fehlinformationen und Desinformationen nutzen, um gesellschaftliche und politische Gräben weiter zu vertiefen.

Desinformations-Software

Letztes Jahr traten die Enthüllungsjournalisten Michael Shellenberger, Alex Gutentag und Matt Taibbi vor dem neu gegründeten Unterausschuss des Kongresses für die Bewaffnung der Bundesregierung auf und berichteten über das FBI, das die Praktiken zur Inhaltsmoderation bei Twitter kontrolliert. Es wurde bekannt, dass die Cyber Threat Intelligence League (CTIL) eine AMITT-Netzwerkplattform (Adversarial Misinformation and Influence Tactics and Techniques) verwendet, um Fehlinformationen zu katalogisieren und zu verbreiten. Das Netzwerk nutzt Crowdsourcing, wobei die Informationen mit Social-Media-Plattformen und staatlichen Geheimdiensten geteilt werden.

MITRE, ein großer IT-Auftragnehmer der Regierung, war an der Programmierung der AMITT-Plattform beteiligt. Bei der Suche nach Zuschüssen des Ministeriums für Heimatschutz fand ich heraus, dass MITRE die Abteilung für Sicherheitssystemtechnik und -entwicklung des Ministeriums für Heimatschutz betreibt. Die Entstehung von AMITT begann mit der Informations- und Desinformationsverfolgungskampagne COVID-19. Daran beteiligt waren die NATO, das DHS, Kanada und der Europäische Auswärtige Dienst der EU, die bei der Anpassung und Erprobung der Instrumente halfen. AMITT wurde zu einer zweiten Generation weiterentwickelt und in DISARM (Disinformation Analysis and Risk Management) umbenannt.

Die DISARM Foundation ist eine 501(c)(3) gemeinnützige Stiftung, die 2021 gegründet wurde, um das DISARM Framework im Namen seiner Nutzer zu pflegen und zu verbessern. Sie wurde in Texas gegründet, weil der Staat keine gemeinnützigen Organisationen reguliert. Hampton Roese ist Organisator und Leiter der Abteilung für digitales Engagement bei der gemeinnützigen Organisation Public Democracy America, die mehr als achtzig linke gemeinnützige Organisationen gegründet hat.

Die Steuererklärung 2022 von DISARM weist keine Vermögenswerte aus; mit anderen Worten, es handelt sich um eine Scheinfirma. Auf ihrer Website werden jedoch zahlreiche Finanzierungs- und Unterstützungsquellen aufgeführt, insbesondere von Alliance4Europe, die vom EU-Parlament kofinanziert wird. DISARM behauptet: „Wir erhalten keine finanzielle Unterstützung von Regierungen“. Nun, zumindest nicht direkt.

Allianz4Europe - Finanzierung und Partnerschaften

Omri Preiss, geschäftsführender Direktor von Alliance4Europe, einer gemeinnützigen EU-Organisation, ist stellvertretender Vorsitzender von DISARM. Pablo Breuer fungiert als Vorsitzender. Er hat zuvor für den Atlantic Council gearbeitet. Stephen Campbell ist Chief Technical Officer und hat kürzlich ein einjähriges Verlängerungsprogramm über digitale Forensik beim Atlantic Council abgeschlossen. Sara-Jayne Terp ist die leitende Wissenschaftlerin, die an der University of Maryland Cybersicherheit und kognitive Sicherheit lehrt und als Senior Fellow für den Atlantic Council tätig ist. Der Atlantic Council ist eine Denkfabrik mit Sitz in Washington, D.C., die sich auf die NATO und internationale Angelegenheiten konzentriert und maßgeblich von den Regierungen der USA und Europas finanziert wird.

DISARM-Rahmen

DISARM betreibt seine Plattform und sein Repository auf GitHub, einem Cloud-basierten Dienst, der Open-Source-Programmierung verwendet. Durch die Verwendung von Hyperlinks kann der Entwickler jedem die Möglichkeit geben, das Repository einzusehen oder festzulegen, wer es sehen kann. DISARM hat ein einhundertfünfundachtzigseitiges Whitepaper veröffentlicht, in dem erklärt wird, wie so genannte Hassreden, Fehlinformationen und Desinformationen bekämpft werden können, und das HIER heruntergeladen werden kann. In Anlehnung an den DHS-Slogan: „Wenn Sie etwas sehen, sagen Sie etwas®; wenn Sie etwas sehen, melden Sie es.

Um zu verstehen, wie der Rahmen verwendet wird, um über Vorfälle von Einflussnahme zu berichten, folgt eine kurze Anleitung (4:04). Der Rahmen listet Desinformationstaktiken auf. DISARM bietet zusätzliche Hintergrundinformationen in seinen FAQ. An dem Crowdsourced Framework sind Universitäten wie Oxford, Harvard und Stanford beteiligt.

Die digitale Schlinge des Henkers

Nicht nur auf nationaler, sondern auch auf lokaler Ebene gibt es erhebliche Bestrebungen, Hassgedanken und -reden als Straftaten zu kodifizieren. Die Bürgermeisterkonferenz der Vereinigten Staaten hat einen „Compact to Combat Hate, Extremism and Bigotry“ (Pakt zur Bekämpfung von Hass, Extremismus und Bigotterie) veröffentlicht, in dem zur Meldung von Hassvorfällen und zur Ausweitung der Gesetze gegen Hassverbrechen aufgerufen wird. DISARM wird das globale Instrument zur Identifizierung von Vorfällen sein, die den Regierungsbehörden gemeldet werden.

Weltweit bewegen sich Politiker und Apparatschiks in Richtung digitaler IDs. USAID (von der CIA gegründet und von den USA finanziert) hat ein achtzigseitiges Weißbuch zur Entwicklung eines globalen digitalen ID-Programms veröffentlicht. Auch die UN und die EU schlagen digitale IDs vor. Digitale IDs, die mit DISARM verbunden sind, würden es ermöglichen, Andersdenkende zu identifizieren, zu verfolgen und zu bestrafen.

Nikki Haley schlägt vor, dass Nutzer sozialer Medien aus Gründen der „nationalen Sicherheit“ ihre Identität verifizieren müssen https://t.co/qRzpekRyJg pic.twitter.com/F21aDZVUyj
– New York Post (@nypost) November 15, 2023

Die letzte Windung in der Schlinge des Henkers ist die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) zur politischen Unterdrückung; die digitale Schlinge des Henkers wird dann komplett sein, und Orwells Dystopie von 1984 wird Wirklichkeit.

TRUDEAU ruft zu mehr Anstand in Kanada auf, während er die Bankkonten unschuldiger Kanadier einfriert und heute Abend das Notstandsgesetz verabschiedet #Kanada #cdnpoli #Kanadier pic.twitter.com/efHlFyGOSH
– Melissa 🇨🇦 (@MelissaLMRogers) February 21, 2022

Sehen Sie sich mein früheres Exposé an, das eine weitere Desinformationsstrategie beleuchtet, wie der Global Disinformation Index konservative Websites mit Online-Werbekunden auf eine schwarze Liste setzt – finanziert von der GEC des Außenministeriums, Soros‘ Open Society, der EU und dem Vereinigten Königreich.

Ende der Übersetzung (mit DeepL.com – kostenlose Version)

Siehe auch:

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Recht

QR-Code und Totalitarismus

Brandzeichen des TotalitarismusDas Brandzeichen des Totalitarismus

Scheinbar harmlose Formen technischer Normierung, etwa der QR-Code, sind Bausteine, mit deren Hilfe die technokratische Dystopie errichtet wird.

von Tom-Oliver Regenauer

Der QR-Code: Spätestens seit der Coronakrise ist er jedem bekannt. Auch den Senioren. Viele assoziieren das omnipräsente schwarz-weiße Quadrat auf Dokumenten, Objekten und Displays mit einem unguten Gefühl. Mit Kontrolle und Überwachung, mit „Track & Trace“. Denn als im Zuge der vermeintlichen Pandemie in vielen Ländern 2G- und 3G-Zugangsreglements galten, entschied besagter Code über Teilnahme oder Nichtteilnahme am sozialen Leben. Restaurant, Fitness-Studio, Einzelhandel, Flugzeug, Hotel — Zugang nur noch nach Vorlage beziehungsweise nach Einscannen des QR-Codes. In der No-COVID-Hochburg China bestimmt die zweifarbige Digitalfußfessel seither den Alltag eines ganzen Volkes. Nicht einmal Nahrungsmittel erhält man im technokratischen „Reich der Mitte“ ohne das grafisch an ein Labyrinth erinnernde Mal der Unterdrückung. Mittlerweile scheint aber auch die chinesische Bevölkerung die Gängelei der allmächtigen Partei leid zu sein. Seit einigen Tagen eskalieren im ganzen Land Proteste. Die Regierung stampft unterdessen unbeirrt ein riesiges COVID-Isolationscamp nach dem anderen aus dem Boden.

Die Chinesen rebellieren gegen ein System und dessen Herrschaftsinstrument. Gegen das digitale Brandzeichen (*), das die Herde verwaltbar macht. Rinder tragen es zumeist auf dem Allerwertesten, der Homo sapiens auf dem Smartphone. Schon in dem 1949 von den US-Erfindern Norman Woodland und Bernard Silver entwickelten Vorgänger — dem Barcode (Strichcode) — sahen nicht wenige Menschen das „Malzeichen des Tieres“, ein Symbol jener dunklen, endzeitlichen Macht, die gen Ende der Zeit allen Erdbewohnern ihren von bösen Mächten getriebenen Willen aufzuzwingen sucht.

Mystisch aufgeladene Verschwörungstheorien ranken sich seit jeher um das Thema. Auch wenn relativ einfach nachvollziehbar ist, dass die im Okkultismus bedeutsame Zahlenfolge „666“ nicht wie häufig postuliert Teil eines jeden Strichcode-Etiketts sein kann. Das Gerücht hält sich dennoch hartnäckig. Selbst die Nachrichtenagentur Reuters berichtete noch im Jahr 2007 darüber, wie Hunderte gottesfürchtige Menschen in Russland neue Ausweise ablehnten, weil diese mutmaßlich die satanischen Ziffern enthielten. Doch auch ohne in Mystik, Numerologie und okkulte Sphären vorzudringen, zeigt ein genauerer Blick auf die optoelektronische Registrationsmaschinerie unserer Zeit, dass die damit einhergehende Effizienzsteigerung, dass der Zugewinn an Bequemlichkeit durchaus seinen Preis hat. Auch wenn vermeintliche Innovationen wie die QR-Rechnung, die in der Schweizer Finanzindustrie bereits Standard ist, zunächst Simplifizierung verheißen.

Entwickelt wurde der QR-Code im Jahr 1994 von der japanischen Firma Denso, einem seit 1949 eigenständig operierenden Spin-off des Toyota-Konzerns. Der maximale Informationsgehalt eines solchen Quick-Response-Codes beträgt 23.648 Bit. Das entspricht 7.089 Dezimalziffern, 4.296 alphanumerischen Zeichen oder 1.817 chinesischen Schriftzeichen. Daneben weisen die kryptisch wirkenden Codes eine hohe Fehlertoleranz auf. Das bedeutet, dass Scanner sie noch lesen können, auch wenn bis zu 30 Prozent der Information nicht mehr vorhanden ist. Das macht den QR-Code zur perfekten Basis für digitale Identifikationssysteme (eID) und Geldbörsen (Wallets). Nicht umsonst basieren Projekte wie ID2020 von GAVI, Microsoft, Bill Gates und der Rockefeller Foundation oder das 2019 vom Weltwirtschaftsforum (WEF) mit Geld der Rockefeller-Stiftung gegründete The Commons Project auf dieser Entwicklung.

Die Verwendung des QR-Codes ist lizenz- und kostenfrei. Die Spezifikationen wurden von Denso offengelegt und werden seither von der 1946 in London gegründeten und seit 1949 in Genf/Schweiz ansässigen „Internationalen Organisation für Normung“ (ISO) verwaltet. Die ISO ist eine Nachfolgeorganisation der bereits im Jahre 1926 gegründeten ISA (International Federation of the National Standardizing Associations), die bis 1942 bestand und sich um die internationale Standardisierung von nichtelektronischen Technologien kümmerte.

Noch früher, nämlich bereits im Jahr 1904, wurde in St. Louis/USA der Grundstein für die „International Electrotechnical Commission“ (IEC) gelegt, die seit 1948 aber ebenfalls in Genf residiert und an globalen Synergien von Elektronik und Elektrotechnik arbeitet. Lanciert, organisiert und finanziert wurden die internationalen Normierungsbemühungen seit Anbeginn des 20. Jahrhunderts vor allem von der Großindustrie. Namen wie Siemens, Standard Oil (Rockefeller), J.P. Morgan oder Harvard University begegnet man in den entsprechenden Dokumenten immer wieder.

Ein Arbeitspapier der „MIT Sloan School of Management“ vom Januar 2007, das sich mit der Gründung der ISO beschäftigt, führt diesbezüglich an:

„Wenn auch unauffällig, gehört das Setzen von Standards zum A und O der Globalisierung des Industriekapitalismus seit seinen Anfängen und sorgt dafür, dass alles zusammenpasst, was zusammenpassen muss. Von Produkt zu Produkt, von Branche zu Branche und von Land zu Land. (…) In den letzten beiden Jahrzehnten wurden freiwillige Standardisierungsprozesse, erfunden um die Jahrhundertwende von Ingenieuren, die in nationalen und internationalen technischen Gremien arbeiten, zunehmend auf Felder angewendet, die nur noch wenig mit der Montage eines mechanischen Teils zu tun haben, zum Beispiel auf Arbeitsprozesse (ISO 9000), Umweltverschmutzung (ISO 14.000) und Menschenrechte (SA 8000, ISO 26000). Dieser schnell wachsende Anwendungsbereich, plus die hohe Sichtbarkeit von Standards in vernetzten Bereichen wie der Telekommunikation, hat zu neuem Interesse an Standardsetzungspraktiken geführt.“

Bild

Es geht um die „Vermessung der Welt“, zeitigt aber weniger pläsierliche Momente als die Lektüre des gleichnamigen Romans von Daniel Kehlmann. Denn wie der Vielreisende im Alltag leicht festzustellen vermag, hat ein Jahrhundert der Standardisierung, Normierung und Harmonisierung nicht dazu geführt, dass man zum Beispiel weltweit gleiche Steckdosen vorfindet — das wäre ja praktisch, keine Frage. Zusammengewachsen sind vor allem internationale Konzernstrukturen, Zahlungssysteme, Interbankenprozesse, Transportwege, Geheimdienste, Militär und Datensammelstellen.

So unscheinbar und bürokratisch die Aufgaben von Nichtregierungsorganisationen wie ISA, ISO oder IEC erscheinen, so fundamental sind deren Bemühungen und Ergebnisse für eine supranational operierende Technokratie.

Festzuhalten ist darüber hinaus, dass auch die Standardisierung der Welt — wie so viele Globalisierungsprozesse — ihren Ursprung im Vereinten Königreich des ausgehenden 19. und angehenden 20. Jahrhunderts nahm. In Kreisen der angelsächsischen Hochfinanz um Cecil Rhodes, Alfred Milner, Montagu Norman, der Bank of England, der Fabian Society oder dem englischen Königshaus, die allesamt eine Weltregierung unter britischer Ägide beschworen, eine Wiederauferstehung des „Empire“, wie unzählige Originaldokumente aus diesem Zeitraum belegen.

Heute hat die Globalisierung der Banken- und Konzernoligarchie ein Level erreicht, das den Nationalstaat de facto obsolet macht. Das Netzwerk der „Global Governance“ dirigiert über internationale Abkommen, verwobene Partnerschaften und transatlantische Regelwerke, die sich jeglichem demokratischen Einfluss entziehen. Die nächste Etappe auf dem Weg zum orwellschen Überwachungsstaat dürfte die Einführung digitaler Zentralbankwährungen darstellen.

Und auch dafür sind — neben Disruption, die den Wandel erpresserisch alternativlos erscheinen lässt — Normierungsprozesse erforderlich. Vor allem für die Konversion von Nationalwährungen im internationalen Zahlungsverkehr und Interbankengeschäft.

Das zeigen die Pilotprojekte der 1930 etablierten Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der Zentralbank der Zentralbanken mit Sitz in Basel, die nach dem Ersten Weltkrieg zunächst als Reparationsbank fungierte und deutsche Annuitäten an die verschiedenen Gläubiger verteilte. Heute ist die BIZ ein Privatunternehmen auf exterritorialem Gebiet, dessen Mitarbeiter diplomatische Immunität genießen. Mitgegründet wurde die BIZ von Hjalmar Schacht, ehemals NSDAP-Mitglied, Präsident der Reichsbank und Reichswirtschaftsminister unter Hitler. Schacht kam bei den Nürnberger Prozessen trotz exponierter Stellung im Dritten Reich erstaunlich glimpflich davon und gründete bereits 1953 die Deutsche Außenhandelsbank Schacht und Co. Anschließend arbeitete er international erfolgreich als Finanzberater und veröffentlichte Bücher.

In den 1960ern wurde er Mitglied der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik. Und noch 1967 hielt Schacht ein wirtschaftspolitisches Referat auf dem Parteitag der nationalistischen Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher (AUD), einem wilden Sammelbecken für Nationalisten, die sich zum Teil vom Naziregime distanzierten, und Ex-Nazis wie den ehemaligen Reichsleiter der Hitlerjugend Wolf Schenke. Schacht starb im Jahr 1970 in München. Seine Tochter, Cordula Schacht, ist bis heute die offizielle Nachlassverwalterin von Joseph Goebbels. Und die AUD ging später in den Grünen auf — was zum Hintergrund des 2003 verstorbenen Grünen-Gründers Baldur Springmann passt, einem NSDAP-, SA-, SS-Mitglied und „strammen Nazi“, wie ihn das Hamburger Abendblatt in einem Artikel vom April 2020 bezeichnete.

Extremistische Ideologien sind augenscheinlich schon immer Kernelement der machtgrünen „DNA“ — egal welchem politischen Spektrum sie entspringen. Vielleicht haben die Parteifunktionäre der Postmoderne aus diesem Grund keine Gewissensbisse bei der Implementierung eines neuen totalitären Herrschaftsmodells und der Neuauflage von Kulturrevolution. Das würde erklären, warum die rot-grüne Bundesregierung als willfähriger Vasall des digital-finanziellen Komplexes, von NATO-Hegemonie und Globalisten-Philanthropie agiert und „das beste Deutschland aller Zeiten“ zum europäischen Abbild Chinas verkommt.

„Es ist möglich, einzelne Gesellschaften über einen gewissen Zeitraum zu kontrollieren und disziplinieren, aber nicht die ganze Welt die ganze Zeit“ (Report: Scenarios for the Future of Technology and International Development, Rockefeller Foundation 2010, Lock Step, Seite 20).

9/11 bot die Rechtfertigung für den Ausbau des Überwachungsstaates. Die Finanzkrise 2008 lieferte die nun noch hoffnungsloser überschuldeten Nationalstaaten endgültig dem supranationalen Bankenkartell aus. Die mutwillig amplifizierte Pandemie lieferte Gründe, um den Antiterrorkampf zur Biosicherheitsdoktrin auszubauen und die Autonomie des Individuums endgültig zu untergraben.

Und entweder Krieg, Finanzcrash oder die vom Weltwirtschaftsforum (WEF) in Aussicht gestellte Cyber-Pandemie werden als Argument für die Einführung der neuen Digitalwährung herhalten müssen. Das Abhängigkeit herstellende Bürgergeld — als Vorbote des paternalistischen Kollektiv-Staates — wird ja bereits vorbereitet.

Und auch in den USA arbeitet man fieberhaft am finalen Werkzeug administrativer Unterdrückung, dem digitalen Dollar. Am 15. November 2022 gab das Innovation Center der New Yorker Federal Reserve Bank bekannt, einen zwölf Wochen andauernden Testlauf für digitales Zentralbankgeld zu starten — zusammen mit den wichtigsten Großbanken und Finanzinstitutionen im Lande: Citi, HSBC, SWIFT, Mastercard, Wells Fargo et cetera. Edward Snowden, der NSA/CIA-Whistleblower, kommentierte die Meldung bei Twitter kurz und bündig mit den Worten: „Es beginnt.“

Wahrscheinlich ist es Zufall, dass die spektakuläre Pleite der Krypto-Plattform FTX, ein als DeFi- (Decentralized Finance) und Investment-Unternehmen getarntes Ponzi-Schema, die das Vertrauen in den unregulierten Krypto-Markt nachhaltig erodieren wird, genau in diesen Zeitraum fällt — und das mit Sicherheitsversprechen hausieren gehende, staatliche Digitalgeld-Projekt dadurch in einem besseren Licht erscheinen lässt. Denn in Anbetracht des erstaunlich pünktlich mit Joe Bidens Präsidentschaft beginnenden FTX-Betrugs schwellen die Rufe nach mehr Regulierung des Krypto-Marktes im US-Kongress natürlich sofort merklich an. So gewinnt der digitale Dollar an Sympathien in der Bevölkerung., obwohl er für den Normalbürger nur Nachteile mit sich bringt. Problem — Reaktion — Lösung. Hegel’sche Dialektik. Simpel wie effektiv in puncto Social Engineering.

Leider verhält es sich mit Zentralbankwährungen wie mit Bitcoin: Kaum jemand hat sich mit den Details beschäftigt. Die meisten regierungskritischen Geister assoziieren CBDCs (Central Bank Digital Currencies, digitale Zentralbankwährungen) mit etwas Negativem, denn sie werden von den Zentralbanken ausgegeben und verwaltet — Bitcoin und andere Kryptowährungen dagegen gelten als dezentral, hip und zentrales Werkzeug des Libertarismus. Weit gefehlt.

Denn erstens sind Bitcoin und Co weder anonym noch sicher oder Inbegriff des Dezentralen, eher eine PSYOP (psychologische Operation); zweitens existieren Dutzende verschiedener Formen von Zentralbankwährungen. Und nicht alle führen direkt in die am Ende aber tatsächlich zu erwartende Finanzknechtschaft. Zum Beispiel kooperiert das US-Unternehmen Ripple, das die beliebte Kryptowährung XRP entwickelt und auf den Markt gebracht hat, mit der Europäischen Zentralbank, um den digitalen Euro voranzutreiben. Gleichzeitig entwickelt es eine plattformübergreifende „PayID“. Technokratie mit coolem Blockchain-Start-up-Image also.

Auf der anderen Seite existieren durchaus CBDC-Konzepte, die praktikable Ansätze verfolgen und anonyme Peer-to-Peer-Zahlungen ermöglichen, also den direkten Wertetransfer zwischen zwei nichtkommerziellen Marktteilnehmern. Darüber hinaus herrscht im Bankensektor keinesfalls Einigkeit darüber, ob man nun digitale Zentralbankwährungen einführen sollte oder nicht — denn die Geschäfts- und Privatbanken sehen sich durch den monetären Paradigmenwechsel im Kerngeschäft bedroht und befürchten, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

Man muss sich also eingehender mit der Materie beschäftigen, um die Situation korrekt einschätzen zu können, muss den Unterschied zwischen „Wholesale-CBDC“ und „Retail-CBDC“ verstehen. Präzision ist elementar für den öffentlichen Diskus zum Themenkomplex. Denn wenn kritische Kreise lediglich undifferenziert vor der einen „bösen Zentralbankwährung, die uns alle versklaven wird“ sprechen, gereicht ihnen das langfristig nicht zum Vorteil.

Sollte nämlich im ersten Schritt eine weniger totalitäre Digitalwährung eingeführt werden als prognostiziert, straft das die wohlmeinenden Mahner unnötig Lügen. Auch wenn sie am Ende recht behalten werden: Denn setzt sich die Menschheit nicht friedlich zur Wehr, führt der aktuelle Kurs in einen digitalen Gulag.

In Australien bekamen Coronamaßnahmenkritiker bereits im Oktober 2021 Besuch von der örtlichen Polizei, wenn sie regierungskritische Demonstrationen bei Facebook bewarben — womit das schlichte „Teilen“ der Facebook-Events gemeint ist, nicht wilder Aktionismus. Die Beamten standen kurz nach dem verhängnisvollen Klick mit einem Papierausdruck des betreffenden Beitrags vor der Haustür und nahmen manch einen Delinquenten zum Verhör mit auf die Wache.

In Kanada fror die Regierung im Februar 2022 Tausenden Demonstranten, namentlich Fernfahrern, die sich friedlich gegen COVID-Maßnahmen positionierten, die Bankkonten ein oder konfiszierte deren Trucks. Diese tiefrote Linie staatlicher Übergriffigkeit überschritt nun auch die neue Regierung Brasiliens, wo man Menschen, die die Rechtmäßigkeit der Abwahl des vorherigen Präsidenten Jair Bolsonaro öffentlich anzweifelten, kurzerhand den Zugriff auf ihr Bankkonto sperrte.

Bisher sperrt man „nur“ Nonkonformisten den Twitter-, Facebook- oder YouTube-Account, das PayPal- oder Bankkonto. Irgendwann werden diese Prozesse aber jeden Bürger betreffen. Auch jene Gutgläubigen, die sich passend zur Windrichtung eifrig um die Fahne sammeln. Spätestens dann, wenn es nicht mehr nur um Corona geht, sondern den individuellen CO₂-Fußabdruck, werden sie merken, dass Freiheit nie gewährt wird, sondern immer erstritten werden muss.

Im Lichte der hier beleuchteten Umstände ist es mehr als bedenklich, dass die Staats- und Regierungschefs der G20 unlängst verkündeten, digitale Gesundheitspässe künftig zur Voraussetzung für internationales Reisen machen zu wollen. Zum einheitlichen, globalen Standard.

In der Bali-Erklärung der G20-Konferenz vom 15. und 16. November 2022 wird dieser Eingriff in fundamentale Grundrechte der Bevölkerung euphemistisch unter dem hehren Ziel von „sicherer weltweiter Mobilität“ vermarktet. Der Gesundheitsminister Indonesiens, Budi Gunadi Sadikin, erklärt, was unter den Wohlfühlfloskeln genau zu verstehen ist:

„Lassen Sie uns ein digitales Gesundheitszertifikat einführen, anerkannt von der WHO. Wenn sie vollständig geimpft oder getestet worden sind, können sie reisen. (…) Wir werden das bei der nächsten Weltgesundheitsversammlung in Genf als Reform der internationalen Gesundheitsvorschriften vorschlagen.“

Es braucht nicht allzu viel Imaginationsvermögen, um sich vorzustellen, wie rasch aus einem global standardisierten Gesundheitspass eine bequeme Smartphone-App wird, die auch den elektronischen Ausweis enthält und mit den Social-Media-Accounts sowie dem eigenen CBDC-Zentralbankkonto verknüpft ist. Noch weniger Fantasie ist vonnöten, um sich auszumalen, welchen Grad von direktem Einfluss die Kontrolleure dieser integrierten Anwendungen damit über das Leben des Einzelnen erhalten — und wie skrupellos sie diese Kontrolle zum eigenen Machterhalt ausüben werden.

So avanciert der unscheinbare QR-Code unmerklich zum Fahrschein in Richtung Totalitarismus. Zur Eintrittskarte für das algorithmische Getto der schönen neuen Weltordnung von morgen.

Wie grotesk diese allenthalben ist, zeigt ein Vorgang vom 16. November 2022, der einer gewissen Ironie nicht entbehrt. Am besagten Tag machte ein Video des diesjährigen World Government Summit im Internet die Runde. Besser gesagt: die Reaktion der Video-Plattform YouTube auf den entsprechenden Ausschnitt. Denn während der seit 2013 regelmäßig in Dubai stattfindende Weltregierungsgipfel ein reales Event ist und eine offizielle Webseite nebst ausführlichem Wikipedia-Eintrag vorzuweisen hat, kennzeichnete YouTube einen offiziellen, unverfälschten, auf dem eigenen YouTube-Kanal des Gipfels publizierten Mitschnitt der Paneldiskussion zum Thema „Sind wir bereit für eine neue Weltordnung?“ mit dem automatischen wie zensorischen Hinweis:

„Die Neue Weltordnung ist eine Verschwörungstheorie, die von einer heimlich entstehenden, totalitären Weltregierung ausgeht.“

____

(*) Siehe auch Moderne Brandzeichen und Dossier CBDC


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 03.12.2022 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

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Digitalisierung im Gesundheitswesen

Digitalisierung im Gesundheitswesen wird insbesondere seit „Corona“ stark vorangetrieben. Handelt es sich um eine langfristige Strategie?

Digitalisierung im Gesundheitswesen

[aartikel]3864893518:right[/aartikel]Haben Sie schon von der elektronischen Patientenakte, dem elektronischen Impfpass und ähnlichen Entwicklungen im Gesundheitswesen gehört? Ahnen Sie, was da auf Sie zukommt?

Unlängst erschien im WESTEND-Verlag zu diesem Problem das Buch „Digitalisierte Gesundheit“. Zwei Ärzte, ein Befürworter und ein Gegner argumentieren ausführlich, was aus ihrer Sicht für oder gegen die Digitalisierung im Gesundheitswesen spricht.

Norbert Häring hat sich bemüht, beide Standpunkte nachzuvollziehen und für sich ein Fazit zu ziehen. In drei Teilen ananlysiert er:

1. Pro Digitalisierung – Argumente des Arztes und ehemaligen Präsidenten der Landesärztekammer von Schleswig-Holstein, Franz Bartmann

  • Elektronische Patientenakte
  • Elektronisches Rezept
  • Andere Länder als Erfolgsmodelle?
  • Erfolgreiche Digitalisierungsprojekte
  • Sein Resümee: Windmühlen statt Mauern bauen
  • Was mich überzeugt hat, und was nicht

2. Contra Digitalisierung – Argumente des Psychiaters und Psychotherapeuten Andreas Meißner

  • Es geht auch datenschonender
  • Ausschluss der Öffentlichkeit
  • Sicherheit nicht zu gewährleisten
  • Nutzloser Datenfriedhof?
  • Kommerzielle Interessen dominieren
  • Freiwilligkeit hat bald ausgedient

3. Pläne von Gematik und Weltwirtschaftsforum (anstatt eines Resümees) – von Norbert Häring

  • Gematik-Chef macht Telematik-Infrastruktur schlecht
  • Weltwirtschaftsforum markiert das Ziel
  • Nachtrag (13.9): Domestizierung der Ärzte


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Digitalisierung im Gesundheitswesen
Recht

Ihr Telefon verrät mehr über Sie, als Sie denken

„Ihr Telefon verrät mehr über Sie, als Sie denken“ ist Teil der Überschrift eines Beitrags von Susan Landau zu einem großen Datenschutzrisiko.

Mobile Telefone behaftet mit großem Datenschutzrisiko

Susan Landau ist Professorin für Cybersicherheit und -politik an der Tufts University. Am 23.05.2022 auf theconversation.com erschien ein Beitrag von ihr, dessen Titel nicht gleich die Brisanz offenbart, der wir alle ausgesetzt sind, wenn wir unser Smartphone nutzen. Vollständig lautete der Titel: „Das bevorstehende Ende von Roe v. Wade wirft ein Schlaglicht auf ein großes Datenschutzrisiko: Ihr Telefon verrät mehr über Sie, als Sie denken.“

Das bevorstehende Ende von Roe v. Wade bezieht sich auf eine Grundsatzentscheidung zum Abtreibungsrecht des Obersten Gerichtshofs der USA am 22. Januar 1973.

Der Anlass ist für uns in der Bundesrepublik rechtlich wenig relevant. Das grundsätzliche Datenschutzrisiko dagegen sehr. Dieses geht sogar weit über das in dem Beitrag geschilderte Problem hinaus, das nur ein Mosaikstein für die Totalüberwachung der Bürger ist. Deshalb habe ich den unter CC-Lizenz veröffentlichten Beitrag übersetzt und für Interessenten auch die Links aus dem Origial eingefügt.

Beginn der Übersetzung:

Als Politico den Entwurf eines Gutachtens des Obersten Richters Samuel Alito zur Aufhebung des Urteils Roe v. Wade veröffentlichte, wiesen einige Kommentatoren darauf hin, dass es für Frauen in Staaten, die Abtreibungen illegal gemacht haben, schwierig sein würde, sicher zu Abtreibungskliniken in anderen Staaten zu gelangen. Die Standortdaten ihrer Telefone würden sie verraten, oder vielleicht auch ihre Suchverläufe. Sogar ihre Texte könnten dies tun.

Wenn man inkognito in eine Abtreibungsklinik reisen möchte, so der wohlmeinende Rat, sollte man die Reise so planen, wie es ein CIA-Agent tun würde – und sich ein Wegwerfhandy zulegen. Als Forscherin für Cybersicherheit und Datenschutz weiß ich, dass das nicht ausreicht, um die Privatsphäre zu gewährleisten.

Die Verwendung einer Karten-App zur Routenplanung, das Senden von Begriffen an eine Suchmaschine und das Chatten im Internet sind Wege, auf denen Menschen aktiv ihre persönlichen Daten weitergeben. Aber Mobilgeräte geben weit mehr Daten weiter als nur das, was ihre Nutzer sagen oder tippen. Sie geben Informationen darüber an das Netz weiter, mit wem die Menschen Kontakt aufgenommen haben, wann sie dies getan haben, wie lange die Kommunikation gedauert hat und welche Art von Gerät verwendet wurde. Die Geräte müssen dies tun, um einen Telefonanruf zu verbinden oder eine E-Mail zu senden.

Wer spricht mit wem?

Als der NSA-Whistleblower Edward Snowden enthüllte, dass die Nationale Sicherheitsbehörde (NSA) die Metadaten von Telefongesprächen der Amerikaner – die Call Detail Records – massenhaft sammelte, um Terroristen aufzuspüren, war die Öffentlichkeit sehr bestürzt. Die Öffentlichkeit war zu Recht besorgt über den Verlust der Privatsphäre.

Später zeigten Forscher in Stanford, dass die Aufzeichnungen von Telefongesprächen zusammen mit öffentlich zugänglichen Informationen sensible Informationen preisgeben können, z. B. ob jemand ein Herzproblem hat und sein Herzrhythmus-Überwachungsgerät nicht richtig funktioniert oder ob er die Eröffnung einer Marihuana-Ausgabestelle in Betracht zieht. Oft muss man gar nicht mithören, um zu erfahren, was jemand denkt oder plant. Anruflisten – wer wen wann angerufen hat – können alles verraten.

Die Übertragungsinformationen in der internetbasierten Kommunikation – die IP-Paket-Header – können sogar noch mehr verraten als die Aufzeichnungen der Anrufdetails. Wenn Sie einen verschlüsselten Sprachanruf über das Internet tätigen – einen Voice-over-IP-Anruf -, ist der Inhalt zwar verschlüsselt, aber die Informationen im Paketkopf können dennoch manchmal einige der Worte verraten, die Sie sprechen.

Eine Tasche voller Sensoren

Das ist nicht die einzige Information, die Ihr Kommunikationsgerät preisgibt. Smartphones sind Computer, und sie haben viele Sensoren. Damit Ihr Telefon die Informationen richtig anzeigt, verfügt es über ein Gyroskop und einen Beschleunigungsmesser; um den Akku zu schonen, hat es einen Stromsensor; um Richtungen anzugeben, ein Magnetometer.

Genauso wie die Metadaten der Kommunikation verwendet werden können, um zu verfolgen, was Sie tun, können diese Sensoren auch für andere Zwecke verwendet werden. Sie könnten GPS deaktivieren, um zu verhindern, dass Apps Ihren Standort verfolgen, aber die Daten des Gyroskops, des Beschleunigungssensors und des Magnetometers eines Telefons können auch aufzeichnen, wohin Sie gehen.


Was die Sensoren in Ihrem Telefon tun und wie sie eine Menge Daten über Sie sammeln.

Diese Sensordaten könnten für Unternehmen von Interesse sein. Facebook zum Beispiel hat ein Patent angemeldet, das sich auf die verschiedenen drahtlosen Netzwerke in der Umgebung eines Nutzers stützt, um festzustellen, wann sich zwei Personen häufig in der Nähe aufhalten – auf einer Konferenz, in einem Pendlerbus – und sie einander vorzustellen. Unheimlich? Und ob. Als jemand, der als junges Mädchen mit der New Yorker U-Bahn gefahren ist, wäre es das Letzte, was ich mir wünschen würde, dass mein Telefon mich jemandem vorstellt, der mir im U-Bahn-Wagen wiederholt zu nahe gekommen ist.

Uber weiß, dass die Leute wirklich eine Fahrt wollen, wenn ihr Akku leer ist. Prüft das Unternehmen diese Daten und verlangt mehr Geld? Uber behauptet nicht, dass es das tut, aber die Möglichkeit besteht.

Und es sind nicht nur Apps, die Zugang zu diesem Datenschatz erhalten. Datenmakler erhalten diese Informationen von den Apps, führen sie dann mit anderen Daten zusammen und stellen sie Unternehmen und Regierungen zur Verfügung, die sie für ihre eigenen Zwecke nutzen. Auf diese Weise werden die gesetzlichen Schutzbestimmungen umgangen, nach denen die Strafverfolgungsbehörden vor Gericht gehen müssen, bevor sie diese Informationen erhalten.

Über die Zustimmung hinaus

Es gibt nicht viel, was Nutzer tun können, um sich zu schützen. Kommunikationsmetadaten und Gerätetelemetrie – Informationen von den Telefonsensoren – werden zum Senden, Bereitstellen und Anzeigen von Inhalten verwendet. Es ist in der Regel nicht möglich, sie nicht einzubeziehen. Und im Gegensatz zu den Suchbegriffen oder Kartenpositionen, die Sie bewusst angeben, werden Metadaten und Telemetriedaten gesendet, ohne dass Sie sie überhaupt sehen.

Es ist nicht plausibel, eine Einwilligung zu geben. Es gibt zu viele dieser Daten, und es ist zu kompliziert, im Einzelfall zu entscheiden. Jede von Ihnen genutzte Anwendung – Video, Chat, Websurfen, E-Mail – verwendet Metadaten und Telemetrie anders. Eine wirklich informierte Zustimmung, bei der Sie wissen, welche Informationen Sie bereitstellen und wofür sie verwendet werden, ist praktisch unmöglich.

Wenn Sie Ihr Mobiltelefon für etwas anderes als einen Briefbeschwerer verwenden, können Ihr Besuch in der Cannabis-Apotheke und Ihre Persönlichkeit – wie extrovertiert Sie sind oder ob Sie seit der Wahl 2016 wahrscheinlich keinen Kontakt mehr zu Ihrer Familie haben – aus Metadaten und Telemetriedaten abgeleitet und weitergegeben werden.

Das gilt sogar für ein mit Bargeld gekauftes Wegwerf-Handy, zumindest wenn Sie vorhaben, das Telefon einzuschalten. Wenn Sie dies tun, während Sie Ihr normales Telefon bei sich tragen, haben Sie verraten, dass die beiden Telefone miteinander verbunden sind – und vielleicht sogar, dass sie Ihnen gehören. Mit nur vier Ortungspunkten kann ein Benutzer identifiziert werden, was eine weitere Möglichkeit ist, Ihre Identität über Ihr Wegwerfhandy zu erfahren. Wenn Sie mit einer anderen Person unterwegs sind, muss diese ebenso vorsichtig sein, sonst würde ihr Telefon sie – und Sie – identifizieren. Metadaten und Telemetriedaten verraten eine ganze Menge über Sie. Aber Sie können nicht entscheiden, wer diese Daten erhält oder was er damit macht.

Die Realität des technischen Lebens

Es gibt verfassungsrechtliche Garantien für Anonymität. So hat der Oberste Gerichtshof entschieden, dass das im Ersten Verfassungszusatz garantierte Vereinigungsrecht das Recht beinhaltet, sich privat zusammenzuschließen, ohne dem Staat Mitgliederlisten vorzulegen. Aber mit Smartphones ist dieses Recht praktisch nicht mehr wahrnehmbar. Wenn man nicht gerade in abgelegenen Teilen des Landes arbeitet, ist es fast unmöglich, ohne ein Mobiltelefon auszukommen. Papierkarten und öffentliche Telefonzellen sind praktisch verschwunden. Wenn Sie irgendetwas tun wollen – von hier nach dort reisen, einen Termin vereinbaren, etwas zum Mitnehmen bestellen oder das Wetter abfragen -, brauchen Sie fast nur noch ein Smartphone, um dies zu tun.

Es sind nicht nur Menschen, die eine Abtreibung vornehmen lassen wollen, deren Privatsphäre durch die Daten, die Telefone preisgeben, gefährdet ist. Es könnte auch Ihr Kind sein, das sich um einen Job bewirbt: Das Unternehmen könnte beispielsweise Standortdaten überprüfen, um festzustellen, ob es an politischen Protesten teilnimmt. Oder es könnten Sie sein, wenn die Gyroskop-, Beschleunigungsmesser- und Magnetometerdaten verraten, dass Sie und Ihr Kollege nachts in dasselbe Hotelzimmer gegangen sind.

[aartikel]3426786915:right[/aartikel]Es gibt eine Lösung für dieses beängstigende Szenario: Gesetze oder Vorschriften, die vorschreiben, dass die Daten, die Sie zum Senden und Empfangen von Nachrichten – TikTok, SnapChat, YouTube – zur Verfügung stellen, nur dafür verwendet werden und für nichts anderes. Das hilft den Menschen, die abtreiben wollen – und auch uns anderen.


Ende der Übersetzung

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Digitalisierung im Gesundheitswesen
Recht

Überwachung – total und global

End­sta­ti­on Technokratie

Im Schatten der sogenannten „Freedom Days“ wird die globale Totalüberwachung der Menschheit mit großen Schritten vorangetrieben.

von Tom-Oliver Regenauer

Die im Dunkeln sieht man nicht. Wenn bestimmte Themen geradezu aufdringlich von den Medien in den Vordergrund gespielt werden, tut man nicht nur gut daran, zu fragen, wozu das alles dienen soll — es empfiehlt sich auch, zu überlegen, ob damit nicht etwas anderes, mindestens genauso Wichtiges überspielt werden soll. Während drei dominante Horrorszenarien die Bevölkerung in Atem halten — Corona, Krieg und Klima —, scheint der Politik nicht viel an der tatsächlichen Beseitigung jener Probleme zu liegen. Denn während vermeintliche „Freedom Days“ gefeiert und Helden der Ukraine beklatscht werden, steht primär die Einführung einer obligatorischen digitalen Identität im Zentrum allen staatlichen Handelns.

Die mannigfaltigen Krisen unserer Zeit und die zunehmende Abhängigkeit von Bildschirmen absorbieren die Aufmerksamkeit und die Emotionen des Menschen der postfaktischen Ära. Eine anhaltende, oft verwirrende Flut an Informationen schafft Unsicherheit, nimmt Orientierung.

Perspektiven werden zum Trugbild. Überzeugungen und sicher Geglaubtes stellen sich täglich aufs Neue infrage. Existenzängste sind in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen weit verbreitet. Bei vielen Menschen herrscht ohnehin seit zwei Jahren Dauerstress. Der Akku ist leer. Der verzweifelte Versuch, die heile Welt des eigenen Lebens vor den signifikantesten Paradigmenwechseln der vergangenen 70 Jahre zu bewahren, kostet Reserven. Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge haben Depressionen und Angstzustände weltweit um sagenhafte 25 Prozent zugenommen. Die Corona-Politik hat dahingehend ganze Arbeit geleistet.

Die Welt verändert sich. Und zwar rapide. Nur eben nicht zum Besseren. Das merkt mittlerweile vermutlich jeder in seinem sozialen, kulturellen und ökonomischen Umfeld. Nichts ist mehr wie vor der vermeintlichen Pandemie. Der Ausnahmezustand ist zur Normalität geworden. Das bestätigt Panik-Prediger Karl Lauterbach mittlerweile sogar ungeniert zur Prime Time. Und auch wenn die Coronakrise derzeit temporär abflaut — je nachdem, in welchem Land man sich befindet —, beherrschen mit dem Chaos in der Ukraine und der Klimakrise mindestens zwei weitere Angstnarrative den Alltag der Menschen. Hinzu kommen nun eine für die nähere Zukunft prognostizierte Hungersnot und der potenzielle Dritte Weltkrieg.

So lenkt der mediale Daueralarm erfolgreich von kontroversen, übergeordneten Zielen ab, die verschiedenste Interessengruppen verfolgen, wenn sie eine Katastrophe als einmalige Chance bezeichnen.

Auffällig ist, dass es sich bei den Profiteuren der Krise — wie im Feudalsystem des Mittelalters — stets um die wenigen oberen Prozent der Wohlstandspyramide handelt. Die herrschende Klasse, Kaste oder Elite. Sie bildet das Zentrum des modernen Korporatismus. Dazu gehören nach Untersuchungen des amerikanischen Autors David Rothkopf, der im Jahr 2008 das Buch „Superclass“ publizierte, mittlerweile etwa 7.000 Personen, die sich zusammen weit über 80 Prozent des globalen Besitzes teilen. Bei der entsprechenden Analyse finanzieller und organisatorischer Zusammenhänge geht es also offensichtlich nicht um Verschwörungstheorien, wie die staatlich alimentierten Faktenchecker gerne behaupten, sondern — ganz profan — um organisierte Kriminalität.

„Du glaubst Dinge, weil du konditioniert wurdest, sie zu glauben“ (Aldous Huxley).

Nun hält das energieraubende, frustrierende Tagesgeschäft einen Großteil der Menschen davon ab, selbst ausführliche Nachforschungen darüber anzustellen, welche langfristigen Ziele mit den kurzsichtigen Marschbefehlen des Tages aus Berlin oder anderen Hauptstädten verfolgt werden könnten. Das ist nachvollziehbar und die Situation politisch gewollt.

Denn die Grenzen der drei dominanten Narrative — COVID-19, Klimakrise und Krieg — verschwimmen immer mehr. Treffender ausgedrückt: Sie werden, wo es irgendwie geht, miteinander verwoben, in Verbindung oder Abhängigkeit gebracht. So verlängerte zum Beispiel das deutsche Bundesland Bayern vor wenigen Tagen den wegen Corona ausgerufenen Notstand nahtlos — wegen der Ukrainekrise. Hauptsache Notstand.

Putin ist auch schuld an der massiven Steigerung der Benzinpreise. Ungeachtet der Tatsache, dass der Großteil des Geldes, das man an der Zapfsäule lässt, als Steuern an den Staat geht und man ausnahmsweise nicht die Mineralölkonzerne für Preistreiberei verantwortlich machen kann. Trotzdem braucht es nach Meinung von Greenpeace oder den Grünen jetzt dringend Tempolimits, autofreie Sonntage, Tofu und kalte Wohnungen gegen die russische Aggression. Galoppierende Inflation, die anziehende Wirtschaftskrise und Lieferengpässe bei Nahrungsmitteln werden ebenfalls im Handumdrehen mit dem Krieg in der Ukraine begründet — auch wenn die Situation dort erst vor wenigen Tagen richtig eskaliert ist.

Zwei Jahre vorsätzlich destruktives Krisenmanagement sind gemäß offiziellen Stellen nicht der Hauptgrund für den wirtschaftlichen Niedergang. Auch der Umstand, dass im Donbass seit 2014 über 14.000 Menschen gestorben sind, weil die korrupte, von den USA eingesetzte Regierung der Ukraine dort einen veritablen Genozid an der russischstämmigen Bevölkerung betreibt und der Krieg somit eigentlich seit acht Jahren läuft, spielt bei den aktuellen Überlegungen der Bundesregierung keine Rolle. Es sind die Russen. Da gibt es keine Grauzone.

Egal welche Krise gerade die dominante ist, die Lösungen, die der Bevölkerung als alternativlos präsentiert werden, sind in abgewandelter Form immer die gleichen: mehr Staat, mehr Regulierung, mehr Biometrie und Digitalisierung. Im Umkehrschluss: weniger persönliche und wirtschaftliche Autonomie, weniger lokale und dezentrale Lebens- und Wirtschaftsformen, weniger Freiheit, individuelle Mobilität und Grundrechte.

„Bevor Anführer der Massen die Macht ergreifen, um die Realität ihren Lügen anzupassen, ist ihre Propaganda durch ihre extreme Verachtung der Tatsachen als solche gekennzeichnet“ (Hannah Arendt).

Am deutlichsten wird diese Tendenz, wenn man die Entwicklung des Themas „Digitale Identität“ betrachtet, welches durch die Coronakrise einen bemerkenswerten Boom erlebte. Denn nach Überzeugungen der regierungsnahen Experten lässt sich eine Pandemie nur dadurch in den Griff bekommen, dass man weltweit digitale Impfpässe und Kontaktverfolgungsprozesse implementiert, die noch vor Corona einen undenkbaren Eingriff in die Privatsphäre sowie eine eklatante Verletzung des persönlichen Anspruchs auf Datenschutz dargestellt hätten.

Dass derartige Barrieren nach zwei Jahren Informationskrieg längst niedergerissen wurden, unterstreicht die Ankündigung des Browser- und Suchmaschinen-Anbieters DuckDuckGo, welcher bisher mit Attributen wie Datenschutz, Privatsphäre, Unabhängigkeit oder Anonymität warb. Nun verkündet das Unternehmen, dass ab sofort „Falschinformationen“ zur Ukrainekrise in den Suchergebnissen zensiert werden. Fragt sich, wer darüber entscheidet, was als richtig oder falsch eingestuft wird. Für eine fundierte Recherche mit ausgewogenen Suchergebnissen eignet sich DuckDuckGo ab sofort jedenfalls nicht mehr.

Eine dezentrale und tatsächlich unabhängige Alternative existiert unter dem Namen Presearch, ein Projekt ohne finanzielle Abhängigkeiten von Big Tech oder Konzernoligarchie. Das Whitepaper ist offen zugänglich, und ein aktuelles Interview mit dem Gründer bietet umfangreiche Hintergrundinformationen. Der zugehörige Smartphone-Browser läuft reibungslos. Und die Suchergebnisse von Presearch auf dem Desktop-Computer oder Laptop unterscheiden sich von gängigen Suchmaschinen wie Tag und Nacht. Vieles, was andernorts zensiert wird, findet sich über Presearch wieder. Andernfalls besteht die Möglichkeit, die Seite Archive.org zu verwenden, eine digitale Zeitmaschine, die Webseiten samt Inhalt über den Verlauf der Jahre speichert und so auch Gelöschtes weiterhin zugänglich macht.

Ein Blick auf die Financiers des vermeintlich unabhängigen Anbieters DuckDuckGo zeigt, dass auch in diesem Unternehmen, das vielen lange als Garant für Sicherheit im Internet galt, das große Kapital des Korporatismus sein Zepter schwingt — denn die Millionen, über die DuckDuckGo verfügt, stammen primär von Union Square Ventures (USV), eine der größten Kapitalsammelstellen der USA, sowie von Omers, der kanadischen Pensionskasse. Diese monetären Abhängigkeiten sprechen nicht unbedingt für unbeeinflusstes Unternehmertum zugunsten der Internetnutzer, sondern für gefährliche Nähe zum sogenannten Establishment.

„Der technische Staat entzieht, ohne antidemokratisch zu sein, der Demokratie ihre Substanz“ (Helmut Schelsky).

Ähnlich verhält es sich in Bezug auf die digitalen Impfpässe. Ob ID Austria, Swiss eID, deutsche eID-Karte, eIDAS der Europäischen Union, CIE in Italien, Biometric Electronic Residence Card in Frankreich, Digital ID in England oder Digital ID der USA — die Einführung eines solchen Ausweises im Zuge der Coronakrise scheint für alle Staaten eine höhere Priorität gehabt zu haben als die Verbesserung oder Modernisierung des vielerorts maroden Gesundheitssystems. Denn dort wurden — ganz im Gegensatz zum Ausbau der staatlich-biometrischen Kontrollinfrastruktur — in den vergangenen Jahren keine Milliardensummen investiert.

Dass auch die Ukraine jüngst ankündigte, ihre Diaa-App ausbauen und die digitale ID mit dem Impfpass sowie einem universellen Grundeinkommen zum ersten Social-Credit-System auf dem europäischen Kontinent kombinieren zu wollen, obwohl sich das Land offiziell im Krieg befindet, sollte ebenfalls nachdenklich stimmen. Denn die strategische Priorisierung solcher Vorhaben gibt klare Hinweise darauf, welche übergeordneten Ziele der digital-finanzielle Komplex verfolgt, wenn er Krisen wie einen Krieg oder eine Pandemie zynisch als Chance betitelt.

Die Tatsache, dass es bei den totalitären Maßnahmen im Zuge der angeblichen Jahrhundertseuche stets um 1G — Gehorsam — ging, hätte man trotz vorgeschobener Begründungen offizieller Stellen schon früh anerkennen können. Nicht nur die evidenzlosen Lockdowns und der fanatische Maskenzwang sind symbolische Akte und psychologische Werkzeuge, um die Bevölkerung auf Linie zu bringen.

Vor allem die permanente Überwachung aller Kontakt- und Bewegungsdaten des Menschen sowie die automatisierte Zugangskontrolle zu allen Bereichen des Alltags standen im Zentrum der staatlichen Strategie. Denn das ist der heilige Gral des totalitären Korporatismus: absolute digitale Kontrolle über das Individuum, seine Gedanken, Handlungen und Finanztransaktionen — der ständige Begleiter von Apple, Google, Huawei oder Samsung in der Hosentasche macht es möglich und die Unbedarftheit der Bevölkerung im Umgang mit dem Taschenspion.

Ministerien, Konzerne, Stiftungen und Vermögensverwalter haben seit März 2020 zig Milliarden ausgegeben, um im öffentlichen Raum die entsprechende Infrastruktur zu installieren. Ganz nach chinesischem Vorbild. So hat FRAPORT, die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens, nach Angaben von Homeland Security Today 87 biometrische Check-in-Automaten des US-Unternehmens SITA geordert. Die größte Bestellung im europäischen Raum.

Die Polizei in New York begann im Jahr 2021 testweise, Roboter-Hunde von Boston Dynamics zur Überwachung der Innenstadt einzusetzen, in Singapur sind diese schon im Regelbetrieb aktiv und überwachen mit Kameras die Einhaltung von Coronamaßnahmen. Der Roboter-Hersteller ist übrigens ein Spin-off des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und wird in Form einer Holding von Alphabet Inc. (Google), Hyundai Motor Group und der SoftBank Group finanziert.

Dass demnächst weitere Modelle des US-Unternehmens im Straßenbild internationaler Metropolen auftauchen dürften, scheint gesetzt. Ein auf seltsame Art morbid wirkendes Video von Boston Dynamics zeigt, wie weit die motorischen und sensorischen Fähigkeiten der Maschinen bereits fortgeschritten sind. Wobei die militärischen Entwicklungen noch einen guten Schritt weiter sein dürften, als man öffentlich kommuniziert. RoboCop lässt grüßen.

Umgeben von einem digitalen Netz unsichtbarer Überwachung und überlegener Maschinen, markiert das Smartphone das Verbindungsstück zwischen Mensch und Internet-of-Things oder Internet-of-Bodies, wie die selbst ernannten Gutmenschen vom World Economic Forum (WEF) es nennen. Der QR-Code, als Vorstufe zum implantierten Chip, wird künftig nötig sein, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. In der Schweiz können Rechnungen zum Beispiel ab Oktober 2022 nur noch mit QR-Code ausgestellt und bezahlt werden. Die über Jahrzehnte bewährten Überweisungsformulare aus Papier sind Geschichte.

Sobald die Leitwährungen nach Einführung digitaler Zentralbankwährungen vollständig digitalisiert sind, hat der jeweilige Staat faktisch die absolute Kontrolle über jeden einzelnen Bürger und seinen Bewegungsradius. Das hat der Umgang der kanadischen Regierung mit den in Ottawa protestierenden Truckern eindrücklich bewiesen, denen man kurzerhand per Notstandsverordnung den Zugriff auf das eigene Kontoguthaben und Kreditkarten sperrte.

„Einst übertrugen die Menschen ihr Denken auf Maschinen, in der Hoffnung, dass sie dadurch frei werden würden. Aber das erlaubte nur anderen Menschen mit Maschinen, sie zu versklaven“ (Frank Herbert).

Wer für Proteste spendet, die falschen Webseiten aufruft, zu viel CO2 verbraucht oder seine obligatorische Injektion nicht nachweisen kann, hat künftig mit nur einem Klick keinen Zugriff auf sein Geld mehr. Vielleicht öffnet sich auch die mit Sensoren ausgestattete Supermarkttüre nicht mehr, weil das Smartphone den entsprechenden Mobilitätsstatus schon Minuten vorher in alle umgebenden WiFi-Netze gemeldet hat. Der Tesla ist eventuell auch schon automatisch darüber informiert, dass man aufgrund bestimmter Indikatoren heute zu Hause bleiben muss — und springt einfach nicht an. Schöne neue Welt 2030.

Die langfristigen Folgen einer verpflichtenden, digitalen Verknüpfung von biometrischen und finanziellen Informationen aller Bürger sind dystopisch. Denn jede Bewegung, jede Transaktion, jede Kommunikation ist künftig transparent, in Echtzeit analysierbar und zumindest indirekt manipulierbar. Daher arbeitet die EU fieberhaft an der Aufweichung des Datenschutzes und will mit legislativen Mitteln den Zugriff auf jede Form privater Kommunikation ermöglichen. Mail, Chat, SMS, Telefonat, Browserverlauf, Bewegungsdaten des Handys. Alles. Missbrauch ist vorprogrammiert.

Doch genau das ist die Zukunft, wie ein Blick in die Vergangenheit belegt. Denn die sichtbaren Zeichen des neuen Totalitarismus, wie biometrische Flughafen-Terminals, sind nur das oberflächliche Symptom einer umfassenderen Agenda zur automatisierten Kontrolle der menschlichen Zivilisation durch eine technokratische Kaste. Diese werkelt seit mindestens einem Jahrzehnt an jenen Innovationen, die dem Normalbürger im Jahr 2022 als technologische Revolution angepriesen werden.

Speziell die Bemühungen um eine digitale Identität — oder, präziser, um das vermeintliche Grundrecht auf eine digitale Identität jedes Erdenbewohners — stehen bei supranationalen Institutionen wie den Vereinten Nationen (UN) seit Langem weit oben auf der Prioritätenliste. Daher ist das Vorhaben auch Teil der 17 Ziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Speziell die Ziele 16.4 und 16.9 sollten nach dem Klick auf „Indikatoren“ für Stirnrunzeln sorgen. Neben vielen anderen: Denn bei genauem Hinsehen geht es um globale Kontrolle der Finanzströme und die verpflichtende digitale Identität für jeden Menschen ab dem Zeitpunkt der Geburt. Nach gemeinsamem Einsatz aller Länder für Grundrechte oder eine bessere Welt klingt das nicht. Es klingt wie das Streben nach absoluter Kontrolle über eine Herde Nutzvieh.

„Die UNO taugt nur als Instrument amerikanischer Politik“ (Peter Scholl-Latour).

Noch verstörender sind Projekte wie der Smart Dust, durch den Nanopartikel im großen Stil über die Luft ausgebracht werden können, oder das QR-Impfpflaster, mit dem in Kürze zu rechnen ist. Im Zentrum aller Bemühungen um Kontrolle steht jedoch die digitale Identität, wie Ursula von der Leyen schon im Juni 2021 auf dem DigitalEU-YouTube-Kanal erklärt. In Australien arbeitet man ebenfalls seit mindestens 2017 an dem Thema, wie ein Marketing-Video der australischen Regierung belegt. Und im Februar 2022 machte sich auch der kanadische Bankenverband nochmals stark für die Einführung des „digitalen Halsbands“.

Im Zentrum der Entwicklung einer globalen Digital-Identität steht ID2020, eine angeblich gemeinnützige Organisation, die im Jahr 2017 gegründet wurde und deren wichtigste Partner Unternehmen wie Microsoft, Rockefeller Foundation, Microsoft, GAVI oder Accenture sind. Alte Bekannte, wenn es um kontroverse Projekte, Korruption, Korporatismus und Eugenik geht. Besonders interessant an ID2020 ist, wie die WEF-nahe Chefin — Dakota Gruener — versucht, die Einführung einer digitalen Identität philosophisch darzustellen. Denn sie gibt sich alle Mühe, das totalitäre Ansinnen als ein elementares Grundrecht des Menschen zu vermarkten, indem sie semantische Umdeutung betreibt und die Ärmsten dieser Welt als billige Argumentationslinie missbraucht, wie ein TEDx-Talk vom Juli 2019 unterstreicht.

„Wenn Sie keinen Platz am Tisch haben, stehen Sie wahrscheinlich auf der Speisekarte“ (Elizabeth Warren).

Ähnliche Begründungen für digitale Ausweise lieferte das World Economic Forum bereits im November 2020. Und auch ein neues, 46 Seiten umfassendes Papier des WEF namens „Advancing Digital Agency“, publiziert im Februar 2022, beschreibt im Detail, wie man sich die Interaktion oder Verschmelzung von Mensch und Maschine seitens der herrschenden Klasse künftig vorstellt. So viel vorweg: Der Mensch hat dabei wenig zu melden.

Praktisch alle persönlichen Daten — und das sind künftig schlichtweg alle Daten, die ein Mensch erzeugt — sind staatlichen Stellen auf direktem oder indirektem Wege zugänglich. Auch wenn vordergründig eine Scheindebatte um Datenschutz geführt wird. Je stärker Datenströme konsolidiert und zentralisiert werden, umso einfacher ist es, sie zu missbrauchen. Zudem sind die Daten in naher Zukunft nicht mehr bloße „Abfallprodukte“ menschlichen Handelns, wie zum Beispiel der Browserverlauf, der sich von Konzernen für gezielte Werbung nutzen lässt, sie sind in Echtzeit steuerbar, um die Bevölkerung zu kontrollieren. In Chefetagen spricht man dabei von Micro-Management. So wie bereits heute in China.

Die vorgängig beschriebenen Projekte lassen so auch den neuen, globalen Pandemie-Vertrag der Weltgesundheitsorganisation in einem anderen Licht erscheinen. Denn durch ein solches Regelwerk wären nationalstaatliche Regelungen, inklusive Datenschutz, im Pandemiefall komplett außer Kraft gesetzt. Die WHO hätte absolute Weisungsbefugnis über zu ergreifende Maßnahmen in jedem Mitgliedsstaat, der die Vereinbarung unterzeichnet hat. Das kann man durchaus als Konstituierung einer demokratisch nicht legitimierten Weltregierung interpretieren.

Wie diese Gesundheitsschutzmaßnahmen in naher Zukunft genau aussehen könnten, beschreibt ein Dokument von UNICEF — vorgeblich eine Kinderschutzorganisation —, das unter anderem den Einsatz von intelligenten Drohnen zum Besprühen gefährdeter Gebiete mit Desinfektionsmittel — oder Smart-Dust — sowie die Überwachung der Innenstädte durch die autark agierenden Fluggeräte vorschlägt. Klingt eher nach Militär- oder Geheimdienststrategie denn nach Schutz von Kindern.

Zweifelsohne belegen derartige Dokumente der supranationalen Oligarchie, dass nationalstaatliche COVID-Maßnahmen derzeit schlichtweg nicht mehr vonnöten sind. Denn die Global Governance ist jetzt logistisch in der Lage, den Kanon der Unterdrückung bei nächster Gelegenheit zentral für alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen und der WHO zu dirigieren. Das Zurückfahren der Maßnahmen in vielen Ländern muss demnach als billige Finte gewertet werden. Als Sedativum für die aufgebrachten Massen.

Damit erklärt sich wohl auch der Umstand, dass viele Länder in den vergangenen Wochen auf die gewaltsame Durchsetzung ihrer jeweiligen COVID-Zertifikate, Impfpässe und Testnachweise verzichtet haben und die Restriktionen derzeit merklich zurückfahren. Denn die Hardware für die digitale Totalüberwachung wurde im Zuge der vergangenen 24 Monate installiert, kann blitzschnell aktiviert und auf den Global Pass der WHO adaptiert werden. Außerdem nahmen die Proteste gegen die totalitäre Politik weltweit massiv zu. Das System sah sich der Gefahr völliger Enttarnung ausgesetzt. Und Widerstand verteuert den Wandel.

„Ein Grundprinzip des modernen Staatskapitalismus ist, dass Kosten und Risiken so weit wie möglich sozialisiert werden, während der Profit privatisiert wird“ (Noam Chomsky).

So kam die Ukrainekrise zu einem unheimlich günstigen Zeitpunkt für das System. Vor allem Deutschland ist zwischenzeitlich zu einem sozialen Pulverfass geworden. Denn die Regierung bleibt unbeirrt bei ihrem autoritären Corona-Kurs. In der Bundesrepublik wird der Freiheitsbegriff zwischenzeitlich mit 3G definiert.

Bisher herrschte praktisch für alle Lebensbereiche 2G. Wer das nicht als faschistisch einstuft, weiß nicht, was Faschismus bedeutet. Deutschland ist zum Potemkinschen Dorf der Demokratie mutiert. Doch die Fassade bröckelt zusehends. Und das ist eine Chance für den Normalbürger. Denn erst durch oder mit Corona wurde vielen klar, von was sie da regiert werden.

Das Totalitäre ließ seine Maske während der vermeintlichen Pandemie mehr als einmal fallen. Der Bio-Faschismus der vierten industriellen Revolution brach offen durch. Auf der Straße wie auch im Internet. Die Bevölkerung ist nach zwei Jahren Angstpropaganda zwar traumatisiert und gespalten — die Zäsur sitzt —, aber ein derart kriminelles Vorgehen seitens der Machthaber ist auch dem konformsten Bundesbürger nicht auf Dauer zu erklären.

Selbst im engsten Debattenraum kommen politische Entscheidungen irgendwann in der Lebenswirklichkeit der Menschen an. Auch wenn diese zusehends einer „Truman Show“ gleicht. Angesichts des ignoranten Vorgehens in Berlin und beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe muss zwischenzeitlich sogar die Frage gestattet sein, ob die Provokation eines waschechten Bürgerkrieges im Land der Richter und Henker gewollt ist. Anders kann man sich die menschenverachtende Insel-Politik der deutschen Regierung kaum noch erklären.

Im Jahr 2017 konnte man sogar in einem Artikel der mittlerweile handzahmen taz noch lesen, dass „digitale Revolution und Neoliberalismus miteinander verschmelzen“. Die Freiheitsversprechen des Internets seien tot.

Der taz-Autor Kai Schlieter schrieb zum damaligen Zeitpunkt:

„Die New York Times berichtete kürzlich über Facebooks neues ‚Zensur-Tool‘, entwickelt für den chinesischen Markt. Es ermögliche der Regierung, Themen aus dem News-Feed verschwinden zu lassen. Und damit aus den Köpfen der Menschen. Es ist noch nicht lange her, da galt Facebook als ‚soziales‘ Netzwerk, als Synonym der freien Meinungsäußerung, gar der Freiheit an sich. Doch daran glauben immer weniger Menschen. Auch als Sinnbild der Basisdemokratie wurde das Internet verkauft. Selbst kritische Nerds lassen sich bis heute von diesem Freiheits-Phantasma hypnotisieren, obwohl es inhaltlich nicht haltbar ist.

Das Internet und die Computer-Kultur entstanden aus derselben Wurzel, die sie bis heute prägt: ein akademisch-militärischer Stamm und ein daraus erwachsener Zweig für die Entwicklung von entsprechenden Geschäftsmodellen. So sollte nach dem Grauen des Zweiten Weltkriegs die militärische und ökonomische Vormachtstellung des Westens gesichert werden.

Verdeckt von der Graswurzel-Folklore entstanden allerdings die heutigen Oligopole des Silicon Valley. So supermächtig, dass sie sich selbst als Regenten der neuen Weltordnung begreifen und mit dem Politischen in Konkurrenz treten. Auf dem Kontinent Facebook leben bereits 1,9 Milliarden Bewohner. Doch Mark Zuckerberg lässt sich nicht wählen. Er ist der König.“

Vereinnahmt und sediert von der Parallelwelt des von Facebook und Co. zensierten Debattenraums, scheint der Widerstand gegen die Regierung am Hintergrundrauschen der Pandemie zu ersticken. Die stoisch wirkende Gelassenheit, mit der die deutsche Bevölkerung das zunehmend übergriffig agierende Staatswesen oder absolut groteske Bundestagesdebatten über die Impfpflicht hinnimmt, ist von außen betrachtet erstaunlich.

Andererseits muss man konstatieren, dass transparente Auslandsberichterstattung in den deutschen Leitmedien seit Langem nicht mehr existent ist. Womit der Vergleich der Position im eigenen Land gegenüber der Außenwelt zunehmend schwerfällt. In Deutschland wurde weder ausführlich über große Demonstrationen von Maßnahmengegnern in Frankreich berichtet noch über die Volksabstimmung zum COVID-Gesetz in der Schweiz vom November vergangenen Jahres.

Man sieht keine Bilder der Massenproteste gegen den Impfpass in Italien oder Menschenmassen, die in Österreich gegen Impfpflichten auf die Straße gehen. Wenn der Mensch nicht mehr über die Ressourcen verfügt, sich selbst eine Meinung zu bilden, nimmt er als Realität wahr, was er sieht und hört. Deswegen lebt Propaganda von der permanenten Wiederholung. Von der Einheitsmeinung und der Scheinwelt des Kollektivismus.

Wie weit fortgeschritten die Schaffung einer fiktiven Realität ist, zeigt, neben der täglichen Zensur der Silicon-Valley-Plattform-Ökonomie, erneut das totalitäre Testgelände China, wo man bereits einen virtuellen Fernsehmoderator präsentiert, der täuschend echt wirkt. Dass diesem alles in den Mund gelegt werden kann, was das System kommunizieren möchte, ist klar. Sogenannte Deep-Fakes sind nicht mehr von echten Personen zu unterscheiden.

Und wie eine Präsentation von Google aus dem Jahr 2018 zeigt, war die hauseigene AI (Artificial Intelligence, künstliche Intelligenz) schon damals in der Lage, eigenständig Telefonate im Auftrag des Besitzers zu tätigen. Zum Beispiel um einen Friseurtermin zu vereinbaren — ohne dass der Angerufene den Unterschied zwischen Mensch und Maschine wahrnimmt, wohlgemerkt. Festzustellen, was real ist, erscheint mittlerweile fast unmöglich. Es lässt sich über den Ausschluss von offensichtlicher Propaganda und Narrativ-Erzählungen nur noch näherungsweise eingrenzen, zwischen welchen Extremen die Wahrheit sich verbirgt.

„Das Fernsehen ist die größte kulturelle Katastrophe, die die Erde in der Zeit, an die wir uns erinnern können, erlebt hat“ (Joseph Weizenbaum).

Eine künstliche, vom Staat kuratierte Medienrealität in Kombination mit flächendeckend operierender künstlicher Intelligenz und einer voll integrierten, digitalen Identität, eingeschränkter Individualmobilität sowie digitalen Zentralbankwährungen formen den kaum überwindbaren goldenen Käfig der nachwachsenden Generationen.

So ist es fatal, nach der aktuellen Rücknahme der COVID-Restriktionen in vielen Ländern anzunehmen, der Kampf gegen den modernen Totalitarismus wäre ausgestanden. Ganz im Gegenteil. Er hat gerade erst begonnen. Corona war nur das Warm-up für eine postlibertäre Gesellschaftsform. Die Maßnahmen zur Eindämmung der vermeintlichen Pandemie sind das Exoskelett eines technokratischen Systems, dessen Kern die digitale Identität darstellt.

Aus diesem Grund ist es falsch, nach dem teilweisen, temporären Abebben der staatlichen Übergriffigkeiten den friedlichen Protest gegen das nun offen faschistisch operierende System ruhen zu lassen. Speziell in Deutschland wäre es angezeigt, den Generalstreik auszurufen. Dennoch verhalten sich viele Menschen im Moment der kleinsten Erleichterung wie Tiere, die nach einer Verletzung von Menschen aufgefunden, eingesperrt und gesundgepflegt wurden — und dann wieder ausgewildert werden: Kaum steht die Käfigtüre offen, rennen sie los wie von der Tarantel gestochen. Ohne jemals einen Blick zurückzuwerfen.

Die Krisen unserer Zeit verbieten eine binäre Weltsicht — aber wenn man die Komplexität geopolitischer, finanzpolitischer, biologischer und sozialstruktureller Vorgänge auf ein Ziel verdichten muss, das den Türöffner für den ausgereiften Überwachungsstaat von morgen darstellt, ist dies die verpflichtende Einführung eines digitalen Identitätsnachweises.

Daher gilt es, dessen flächendeckende Einführung unter allen Umständen zu verhindern. Denn ist ein ID-System mit Sozialkredit-Funktionen erst installiert, wird es nahezu unmöglich sein, dagegen zu protestieren oder vorzugehen. Das hat Kanada gezeigt. Daher sollte der rasante Abbau von Bürokratie und Zentralismus das primäre Ziel einer jeden Opposition darstellen. Der Staat muss auf seine Kernfunktionen zurückgeschraubt werden. Wenn die roten Linien einer humanistisch geprägten Aufklärung jetzt nicht gehalten werden, wird es in naher Zukunft eventuell keine Möglichkeit mehr geben, selbige zu ziehen.

„Rassentrennung war legal. Sklaverei war legal. Krieg ist legal. Benutzen Sie niemals Legalität als Richtschnur für Moral“ (unbekannter Verfasser).


Dieser Artikel erschien auf Rubikon am 26.03.2022 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

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elektronische Patientenakte
Recht

Elektronische Patientenakte – Chancen und Risiken

Die elektronische Patientenakte soll alle Gesundheitsdaten in einer App enthalten. Welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?

Warum eine elektronische Patientenakte?

(djd). Per Fax, per Mail, per Brief – bisher werden medizinische Befunde und Berichte auf ganz unterschiedliche Weise übermittelt. Nicht selten dauert es, bis alle wichtigen Gesundheitsdaten dem behandelnden Arzt gebündelt vorliegen. Dadurch werden viele Untersuchungen doppelt gemacht, was nicht nur Zeit und Geld kostet, sondern oft genug auch Nerven. Ab 2021 soll die elektronische Patientenakte, kurz ePA, für besseren Durchblick sorgen. Vom Impfpass über aktuelle Laborergebnisse, Röntgenbilder oder auch den Medikamentenplan werden darin alle wichtigen Daten archiviert. Im Notfall sind sie dann schnell zur Hand.

Das Handy als Gesundheitsmanager

Über eine App auf dem Handy oder Tablet können Patienten ihre persönlichen Gesundheitsdaten künftig verwalten. In Nachbarländern wie Dänemark ist das bereits seit Jahren Standard. Dort sind Praxen, Kliniken, Apotheken und Patienten eng miteinander vernetzt. Bei uns werden die Krankenakten dagegen in der Arztpraxis geführt. Nicht selten lagern Patienten auch Arztbriefe oder Röntgenbilder zu Hause, weil der Facharzt sie mitgibt. Dazu der Impfpass, die Vorsorgehefte für die Kinder, der Allergieausweis, … An medizinischen Dokumenten kommt einiges zusammen. Manche Krankenkassen bieten daher schon jetzt spezielle Apps, mit denen sich solche Dokumente verwalten lassen. „Unsere Mitglieder können bereits seit 2018 kostenfrei eine elektronische Gesundheitsakte nutzen“, sagt Maren Soehring von der IKK classic. „Damit ist alles Wichtige jederzeit zur Hand.“

Mehr Durchblick, weniger Bürokratie

Datenschutz?
Foto: djd/IKK classic/Getty Images/feellife

Schon heute und auch ganz ohne App haben Patienten das Recht, ihre Unterlagen beim Arzt einzusehen beziehungsweise eine Kopie ihrer Akte zu verlangen. Die ePA soll ab Januar 2021 vor allem für einen besseren Austausch zwischen Patienten, behandelnden Ärzten und Apotheken sorgen. Und für mehr Transparenz und Komfort. So können etwa über die App Rezepte direkt in die Apotheke gesendet werden. Ist das Medikament vorrätig, wird der Kunde informiert. Auch ob Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu erwarten sind, kann die App auf Wunsch prüfen.

Die Sicherheit der Daten soll eine Zwei-Faktor-Authentifizierung wie beim Online-Banking gewährleisten. Alle Informationen werden außerdem so verschlüsselt, dass sie nur mit einem sogenannten Konnektor abgerufen werden können. Den hat dann der (Fach-)Arzt oder auch der Apotheker. Die Kontrolle über seine Akte behält jedoch allein der Patient. Er entscheidet, welche Daten er wann an wen übermittelt. „Es ist außerdem niemand verpflichtet, die ePA zu nutzen“, weiß Maren Soehring. Weitere Informationen sind auch unter www.ikk-classic.de/ePA zusammengefasst.

Siehe auch:

Wer kennt Ihre Patientenakte?

Impfung und Überwachung – wer denkt schon an die Folgen

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Recht

Internetrecht – Das Internet ist kein rechtsfreier Raum

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Im Internetrecht sind viele Verbraucher. Welche Rechte haben sie in der digitalen Welt? Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum

Internetrecht für Jung und Alt
Foto: djd/Itzehoer Versicherungen/Antonioguillem – stock.adobe.com

(djd). Das Internet, wie wir es kennen, gibt es erst seit etwa 25 Jahren. Das Internetzeitalter begann am 29.10.1969. Damals  wurde begonnen, Großrechner von Universitäten und Forschungseinrichtungen zu verbinden. Das Ziel war zunächst, die Rechenleistungen dieser Großrechner effizienter zu nutzen; zuerst nur in den USA, später weltweit.

Seitdem haben wir unser Leben fundamental verändert: Auf die Nutzung des World Wide Web möchte niemand mehr verzichten. Denn die Kommunikation läuft heute überwiegend über das Netz. Zu jeder Jahreszeit und besonders in der Weihnachtszeit werden viele Millionen Geschenke online bestellt.

Und wo viel Licht ist, ist inzwischen aber auch viel Schatten.

Internet straft Fehler gnadenlos ab

Immer mehr rücken die negativen Begleiterscheinungen der Digitalisierung ins Blickfeld: Die Stichworte lauten

  • Hasskommentare,
  • Cybermobbing,
  • Phishing,
  • Daten- und Identitätsmissbrauch oder
  • Datenverlust.

Zunehmend in den Fokus geraten auch sogenannte Fakeshops: Sie existieren nur virtuell, denn die Betreiber kassieren ab, ohne eine einzige Ware geliefert zu haben. Viele Verbraucher sind unsicher, welche rechtliche Handhabe sie bei Betrug in der digitalen Welt haben.

„Das Internet ist in Deutschland kein rechtsfreier Raum“, betont Christoph Meurer von der Itzehoer Rechtsschutz Union. In den Medien würden in diesem Zusammenhang oft die Begriffe „Internetrecht“ oder „Onlinerecht“ kursieren:

„Diese stellen aber kein eigenes Rechtsgebiet dar, sondern setzen sich aus vielen verschiedenen Rechtsgebieten zusammen, die auch im ’normalen‘ Leben gelten, etwa im Zivilrecht oder Strafrecht.“

Dazu, so Meurer, kämen dann noch rechtliche Regelungen, die sich mit den Besonderheiten des Internets beschäftigen – etwa die Bekämpfung von Spam-Mails oder das Widerrufsrecht bei Einkäufen im Internet.

Das Internet hat sich zu einem großen Marktplatz der Waren entwickelt.

„Dennoch gilt: Auch wenn man einen Kaufvertrag über Verkaufsplattformen im Internet abschließt: Es bleibt ein echter Kaufvertrag, wie ein Einkauf am Kiosk. Das deutsche Recht kennt keine grundsätzliche Unterscheidung“,

so Meurer. Um sich in der virtuellen Welt möglichst wenig Gefahren auszusetzen, sei eine verantwortungsvolle Nutzung notwendig. Ein gesundes Misstrauen helfe hier weiter:

„Das Internet bietet unzählige Möglichkeiten, straft aber Fehler ohne Gnade ab und vergisst nie.“

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Rechtsschutzversicherung hilft bei Streitigkeiten im Internet

Eine Rechtsschutzversicherung hilft auch bei Streitigkeiten im Internet. Mehr Informationen gibt es unter www.itzehoer-rechtsschutz-union.de und unter Telefon 04821-773900.

Interessierte finden hier einen Berater in ihrer Nähe. Wer etwa einen Tarif mit Urheberrechtsschutz gewählt hat, kann sich beraten lassen, wenn er beim privaten Surfen eine Abmahnung erhalten hat. Denn immer öfter werden Internetnutzer von einem Anwalt kostenpflichtig aufgefordert, eine bestimmte Handlung zu unterlassen.

Viele wissen dann nicht, wie sie sich verhalten sollen.

Recht und Internet

Internet ist kein rechtsfreier Raum
Foto: djd/Itzehoer Versicherungen/bilderstoeckchen – stock.adobe.com

(djd). Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, hier einige Beispiele:

Vertragsrecht: Juristisch betrachtet ist eine „Versteigerung“ im Internet ein normaler Kaufvertrag, der bei Beendigung des Angebots wirksam wird. Die Folge: Der Verkäufer muss die Ware auch dann liefern, wenn er die Auktion vorzeitig beendet.

Urheberrecht: Oft werden User kostenpflichtig abgemahnt, weil sie angeblich das Urheberrecht verletzt haben, etwa beim Download von Musik oder Filmen. Betroffene sollten sich – soweit versichert – über die Online-Rechtsberatung des Rechtsschutzversicherers informieren.

Unterlassungsansprüche Strafrecht: Niemand ist Cybermobbing schutzlos ausgeliefert. Betroffene sollten sich bei der Rechtsanwaltshotline des Rechtsschutzversicherers beraten lassen.

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Recht

Links auf freie Webseiten vom Europäischen Gerichtshof erlaubt

Direkte Links auf öffentlich zugängliche Seiten im Internet sind erlaubt. Ebenso ist das Einbetten öffentlich zugänglicher Inhalte unter Umständen gestattet.

Der Europäische Gerichtshof hat in einem ersten Urteil eine alte EG-Richtlinie fürs Facebook-Zeitalter aktualisiert. Darin werden die EU-Staaten angehalten, die Rechte von Urhebern nicht durch extreme Auslegungen allzu sehr ausweiten.

Quelle: spiegel-online, 13.02.2014

 

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